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„Es wird Blut fließen“: Elon Musk will „Straßenkampf“ gegen Vorwürfe der sexuellen Belästigung führen

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Von: Julian Baumann

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Tesla-Chef Elon Musk spricht vor der Enthüllung des Teslas Modell Y in Teslas Designstudio in Hawthorne, Kalifornien.
Elon Musk will gegen die Anschuldigungen der sexuellen Belästigung vorgehen und eine „Hardcore-Rechtsabteilung“ bei Tesla gründen. © Jae C. Hong/dpa

Elon Musk will sich gegen die Vorwürfe sexueller Belästigung wehren und kündigte auf Twitter den Aufbau einer „Hardcore-Rechtsabteilung“ bei Tesla an.

Stuttgart/Austin - Um den reichsten Menschen der Welt kehrt einfach keine Ruhe ein. Elon Musk, Chef des E-Auto-Herstellers Tesla und des Weltraumunternehmens SpaceX, ist auch so schon eine sehr umstrittene Figur. In letzter Zeit machten aber seine Pläne zur Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter Schlagzeilen. Nun liegen gegen den Visionär schwere Anschuldigungen vor. Musk soll sich im Jahr 2016 vor einer SpaceX-Mitarbeiterin entblößt und Sex von ihr gefordert haben, wie zuerst das US-Nachrichtenportal Business Insider berichtet hatte.

Elon Musk will „Hardcore-Rechtsabteilung“ bei Tesla, um Vorwürfe der sexuellen Belästigung zu entkräften

Wie das Portal in Bezug auf eine Freundin der ehemaligen SpaceX-Mitarbeiterin berichtet, sollen nach dem Vorfall Bestechungsgelder in Höhe von 250.000 Dollar geflossen sein, um Stillschweigen zu erreichen. Auf Twitter verkündete Elon Musk am 20. Mai, dass er gegen die Vorwürfe vorgehen und eine „Hardcore-Rechtsabteilung“ bei Tesla aufbauen werde. Dazu rief er auch Juristen offen auf, sich bei dem E-Autobauer zu bewerben.

In Bezug auf den Vorfall, der im Jahr 2016 in einem Privatjet von Elon Musk stattgefunden haben soll, schrieb Elon Musk bereits am Morgen des 20. Mai, dass die Anschuldigungen „vollkommen falsch“ seien. „Beschreibe doch einfach eine Sache, irgendetwas – wie eine Narbe oder ein Tattoo –, das der Öffentlichkeit nicht bekannt ist“, forderte der Tesla-Boss die Freundin der angeblich Geschädigten auf. Ganz kalt lassen ihn die Anschuldigungen aber offenbar nicht, zumal auch die Tesla-Aktie drastisch davon beeinträchtigt wurde.

Am Freitagabend kündigte der Tesla-Chef dann den Aufbau einer Rechtsabteilung beim E-Autobauer an. „Tesla baut eine Hardcore-Rechtsabteilung auf, in der wir direkt Verfahren einleiten und durchführen“, schrieb Elon Musk auf Twitter. „Dieses Team wird mir direkt berichten.“ Zudem forderte er interessierte Juristen auf, an die Mail-Adresse justice@tesla.com in „3 bis 5 Stichpunkten“ ihre außergewöhnlichen Qualifikationen darzulegen.

„Hardcore-Straßenkämpfer statt Anwälte“: Elon Musk will sich offenbar gegen weitere Vorwürfe wappnen

Wie die Tesla-Rechtsabteilung aussehen soll, hat Elon Musk laut einer Antwort auf seinen eigenen Tweet bereits im Kopf. „Wir suchen nach Hardcore-Straßenkämpfern, nicht nach Anwälten wie Perkins oder Cooley, die von Korruption leben“, schrieb er und fügte hinzu: „Es wird Blut fließen“. Zudem listete der Tesla-Chef auch seine Grundsätze auf. „Wir werden niemals einen Sieg in einem berechtigten Verfahren gegen uns anstreben, selbst dann nicht, wenn wir gewinnen könnten“, lautet der erste. „Wir werden niemals ein unberechtigtes Verfahren gegen uns aufgeben, selbst dann nicht, wenn wir verlieren könnten“, lautet der zweite.

Demnach beteuert der reichste Mensch der Welt in Bezug auf den Vorwurf der sexuellen Belästigung gegenüber einer Ex-Mitarbeiterin zwar seine Unschuld, wappnet sich aber auch gegen eventuelle weitere Vorwürfe. Ans Licht kamen die Anschuldigungen gegen den Tesla-Chef laut Business Insider, weil sich die besagte Freundin der mutmaßlich Geschädigten an die Öffentlichkeit wandte.

„Ich habe mich verpflichtet gefühlt, dies mitzuteilen, besonders jetzt“, sagte sie. „Er ist der reichste Mann der Welt. Jemand, der so viel Macht hat und so viel Schaden anrichtet und dann auch noch Geld in die Hand nimmt, ist nicht zurechnungsfähig.“ Die ehemalige SpaceX-Mitarbeiterin selbst ist an eine Geheimhaltungserklärung gebunden.

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