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Autobauer aus China baut dreiste Kopie von Tesla-Modell - und verkauft sie zum Spottpreis

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Von: Julian Baumann

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Das angekündigte E-Auto „Seal“ des chinesischen Herstellers BYD.
Beim Design des angekündigten E-Autos „Seal“ hat sich BYD offenbar deutlich am Tesla Model 3 von Tesla orientiert. © Screenshot: Youtube/Andus World

Das Model 3 von Tesla ist eines der meistverkauften E-Autos überhaupt. Eine Kopie aus China soll allerdings deutlich günstiger zu haben sein.

Stuttgart/Austin - Mit dem Model 3 stellte der US-Autobauer Tesla im März 2016 ein E-Auto vor, das von der Länge und Eingruppierung dem 3er BWM oder der C-Klasse von Mercedes-Benz entspricht. Das erste Mittelklasseauto des Unternehmens von Elon Musk ist mit dem deutlich größeren Model S das wohl bekannteste Modell von Tesla.

Das Tesla Model 3 ist mit einem Neukaufpreis von rund 53.000 Euro zwar günstiger als beispielsweise das Mercedes-Flaggschiff EQS, allerdings erhöhte Tesla den Preis für das Model 3 über Nacht um 7.000 Euro. Der chinesische Autobauer BYD hat ein E-Auto-Modell angekündigt, das dem Model 3 von Tesla mehr als nur ähnlich sieht. Der „Seal“ soll aber deutlich günstiger zu haben sein.

Tesla: Seal von BYD sieht Model 3 zum Verwechseln ähnlich, ist aber deutlich günstiger

Neben den Produktionswerken in den Vereinigten Staaten betreibt Tesla auch eine sogenannte Gigafactory in der China-Metropole Shanghai und eröffnete auch eine Gigafactory in Grünheide bei Berlin. In China werden das Model 3 und das Model Y für den asiatischen Markt produziert. Auf diesen Markt zielt auch BYD („Build Your Dream“), einer der größten Autohersteller Chinas, mit dem angekündigten Seal ab. Laut einem Bericht des chinesischen Autoportals CnEVPost sind im Katalog des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnik (MIIT) gleich drei Modelle des Seal angekündigt, die sich aber nur in der Farbgebung unterscheiden sollen.

Anhand von bereits veröffentlichten Bildern lässt sich eine mehr als deutliche Ähnlichkeit des Seal von BYD zum Model 3 von Tesla nicht von der Hand weisen. Die gesamte Form des Autos und ganz besonders die Front und das Heck lassen zumindest auf den ersten, vielleicht sogar auch auf den zweiten Blick vermuten, dass man tatsächlich ein Model 3 vor sich hat. Der China-Stromer soll mit rund 4,8 Meter zwar etwas länger werden als das Original, aber das ist nur eine geringe Differenz. Der größte Unterschied lässt sich dagegen beim Preis feststellen. CnEVPost nennt einen angesetzten Listenpreis von 220.000 Yen, umgerechnet rund 32.000 Euro.

BYD will mit Seal wohl Tesla Konkurrenz machen - Kooperation mit Mercedes-Benz floppte

Das angekündigte E-Auto von BYD soll demnach rund 20.000 Euro günstiger werden als das offensichtliche Vorbild Model 3 von Tesla. Ob der chinesische Autobauer dem US-Marktführer damit Konkurrenz machen kann, bleibt abzuwarten. Ein E-Auto der Marke Denza, von BYD entwickelt und vom Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz designt, war alles andere als erfolgreich. Das E-Auto entpuppte sich als Flop, Interne sprachen von einem „Desaster“.

Das bislang größte Verkaufsargument für den angekündigten Seal von BYD, der vergleichsweise sehr günstige Preis, könnte jedoch auch bald obsolet werden. Tesla-Boss Elon Musk hatte bereits vor langer Zeit einen günstigen „Tesla für jedermann“ angekündigt, der bisher aber immer wieder verschoben wurde. Das Portal carwow berichtetet im Januar 2022 aber von einem potenziellen Tesla Model Q für einen Preis von 25.000 US-Dollar (rund 21.000 Euro), das demnach nur halb so viel kosten würde, wie das Model 3.

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