1. bw24
  2. Auto

„Heiße Ware“: Brennendes Frachtschiff mit sündhaft teuren Luxusautos treibt auf dem Atlantik

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Julian Baumann

Kommentare

Porsche-Modelle stehen bei einem Autohändler.
Auf dem brennenden Frachter sollen sich auch Modelle von Porsche befinden. Unter anderem ein Boxter Spyder (Symbolbild). © Manuel Geisser/Imago

Auf dem Atlantik ist ein Frachter in Brand geraten. An Bord befinden sich rund 4.000 neue Luxusautos - auch von Porsche, Bentley und Audi.

Stuttgart - Eine Horrornachricht für Fans luxuriöser Autos: Auf dem Atlantik ist im Laufe des 16. Februar das 200 Meter lange und rund 17.000 Tonnen schwere Frachtschiff „Felicity Ace“ in Brand geraden, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Die Crew konnte gerettet werden, doch an Bord befindet sich noch immer Fracht von beinahe unschätzbarem Wert. Je nach Angabe ist das brennende Schiff mit rund 4.000 neuen Luxusautos von Marken wie Porsche, Bentley, VW und Audi beladen.

Die Automarken Porsche, Bentley, Lamborghini, Audi und VW gehören allesamt zum Volkswagen-Konzern mit Hauptsitz in Wolfsburg. In welchem Zustand die teuren Luxusautos sind, ist nicht bekannt. Derzeit treibt das brennende Frachtschiff noch immer auf dem Atlantik. Laut Retro Tech Noir fällt das von Menschen verlassene Schiff nach dem Marine-Gesetz unter das Motto „Finders Keepers“ (Wer es findet, darf es behalten). Bei einem Brand in einer Halle am Bodensee gingen auch Sportwagen von Porsche und Ferrari in Flammen auf.

Porsche, Bentley und Co.: Tausende Luxusautos treiben auf brennendem Frachter im Atlantik

Laut Medienberichten war das Frachtschiff „Felicity Ace“, das unter der Flagge von Panama fährt, auf dem Weg von Emden (Niedersachsen) nach Davisville (USA). Die neuen Luxusautos sollten demnach per Schiff vom Produktionsstandort in Deutschland in die Vereinigten Staaten geliefert werden. Aus noch nicht geklärten Gründen brach im Frachtraum ein Feuer aus, die 22-köpfige Crew verließ den Frachter mit Rettungsboten und konnte anschließend per Hubschrauber gerettet werden. Wie es um die millionenschwere Fracht bestellt ist, ist allerdings noch unklar, berichtet Autobild. Unter den Luxusautos sollen sich allein vier Porsche 911 GT2 RS und ein Porsche 718 Boxster Spyder befinden.

Bestätigt ist, dass sich auf dem brennenden Frachtschiff viele Modelle von Porsche, VW und Audi befinden. Andere Berichte sprechen zudem auch von Marken wie Bentley oder Lamborghini. Das Autoportal The Driver schreibt, dass sich 189 Bentleys an Bord befinden, das habe der Hersteller bestätigt. Allein diese Luxuskarossen haben zusammen einen Wert von rund 30 Millionen Euro. Die portugiesische Marine teilte mit, dass andere Schiffe in der Region gewarnt worden seien. Die Marine selbst sei auf dem Weg zu dem brennenden Frachter, um zu überprüfen, ob es noch immer brennt und ob das Schiff Verschmutzungen im Meer verursacht.

Brennender Frachter auf dem Atlantik: Was passiert mit den Luxusautos von Porsche und Co.?

In den USA warten derzeit vermutlich tausende Kunden auf die Auslieferung ihrer Luxusautos. Darunter auch der Youtuber Matt Farah vom Kanal „The Smoking Tire“, wie Autobild berichtet. Ihm wurde von seinem Händler mitgeteilt, dass sich sein mindestens 98.379 Euro teurer Porsche 718 Boxster Spyder auf dem brennenden Frachter befindet, schrieb er auf Twitter. Auch Porsche selbst hat sich zu dem Vorfall geäußert. „Wir gehen davon aus, dass einige unserer Fahrzeuge an Bord des Schiffes sind“, teilte der Autobauer aus Stuttgart mit. „Sobald weitere Informationen verfügbar sind, werden sich unsere Händler mit den betroffenen Kunden in Verbindung setzen.“

Auch in den sozialen Medien löste die Nachricht des brennenden Frachtschiffes mit tausenden deutschen Luxusautos eine hitzige Debatte aus. Manche Nutzer mutmaßen, dass ein oder mehrere Modelle des vollelektrischen Porsche Taycan das Feuer ausgelöst haben könnten. E-Autos stehen seit langem in der Kritik, besonders schnell in Brand zu geraten. „Wenn das alles Taycan waren, kann ich mir denken, was da Feuer gefangen hat“, schreibt ein Nutzer auf Facebook. „Bestimmt hat ein Taycan Feuer gefangen“, kommentiert ein weiterer. „Heiße Ware“, lautet zudem ein Kommentar.

Wie viele der sündhaft teuren Luxusautos bei dem Schiffsbrand auf dem Atlantik zerstört wurden, ist nicht bekannt. „Die Versicherung übernimmt den Schaden“, mutmaßt ein User auf Facebook. „Die Autos werden neu produziert und fertig.“ Nach aktuellem Stand treibt die „Felicity Ace“ etwa 170 Kilometer südwestlich der Azoren-Insel Faial antriebslos im Meer, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Ein Patrouillenboot der portugiesischen Marine begleite den Frachter. Ein niederländisches Bergungsunternehmen soll am heutigen Freitag (18. Februar) prüfen, ob das Schiff zu einem Hafen geschleppt werden kann, berichtet die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa.

Auch interessant

Kommentare