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Porsche stoppt wegen Ukraine-Kriegs Produktion des beliebten E-Autos Taycan in Stuttgart

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Ein Porsche Taycan fährt über eine Rennstrecke.
Wegen fehlender Bauteile muss die Produktion des Porsche Taycan in Stuttgart eingestellt werden. © Porsche AG

Porsche muss die Produktion des beliebten E-Modells Taycan wegen fehlender Bauteile vorübergehend stoppen. Grund sind fehlende Kabelbäume aus der Ukraine.

Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Porsche muss wegen fehlender Bauteile infolge des Krieges in der Ukraine vorübergehend die Produktion seines E-Sportwagens Taycan in Stuttgart-Zuffenhausen stoppen. Sie werde von Mittwochnachmittag an zunächst bis Ende der kommenden Woche ausgesetzt, teilte ein Sprecher am Dienstagabend mit. Im Porsche-Werk Leipzig werde die Produktion kommende Woche in reduziertem Betrieb wieder anlaufen, weil sich die Versorgungssituation verbessert habe. «In den kommenden Tagen und Wochen werden wir auf Sicht fahren und die Lage kontinuierlich neu bewerten.» Zuerst hatten «Stuttgarter Nachrichten» und «Stuttgarter Zeitung» (Mittwoch) darüber berichtet.

Den Blättern zufolge mangelt es vor allem an sogenannten Kabelbäumen, die zu einem Großteil an Standorten in der Ukraine gefertigt werden. Zulieferer haben die Arbeit zum Schutz der Mitarbeiter ausgesetzt.

Porsche Taycan zählt zu den wichtigsten Modellen des Herstellers

Das E-Modell von Porsche entpuppte sich als voller Erfolg auf dem Markt. Im vergangenen Jahr erzielte Porsche mit dem Taycan einen Absatzrekord. Das dürfte auch mit der enormen Leistung des E-Sportwagens zusammenhängen. Zwei Motoren bringen in der stärksten Variante 760 PS. Von dem Erfolg des Porsche Taycan war selbst der Porsche-Chef Oliver Blume überrascht.

«Der Grad der Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit wird fortlaufend durch Experten in einer Task Force ermittelt», teilte der Porsche-Sprecher mit. Nicht betroffen seien derzeit die Fertigung der Modellreihen 911 und 718 im Stammwerk. «Porsche blickt mit großer Sorge und Betroffenheit auf die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine. Weiterhin hoffen wir auf eine schnelle Einstellung der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zur Diplomatie.»

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