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„Trotz erheblicher globaler Herausforderungen“: Porsche steigert Konzernumsatz deutlich

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Von: Julian Baumann

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Ein Mitarbeiter der Porsche AG hat in der Produktion des batterieelektrische angetriebenen Sportwagens Porsche Taycan einen Mundschutz an.
Porsche hat erstmals seit dem Börsengang Geschäftszahlen vorgelegt. Der Stuttgarter Autobauer konnte den Konzernumsatz trotz globaler Herausforderungen um knapp 16 Prozent steigern. © Marijan Murat/dpa

Porsche präsentiert erstmals seit dem Börsengang Geschäftszahlen. Der Autobauer gibt sich trotz des schwierigen Marktumfelds selbstbewusst - und bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr.

Stuttgart - Der Sportwagenbauer Porsche hat zum ersten Mal seit dem Börsengang im September Quartalszahlen vorgelegt. Bei seinen Geschäften in den ersten neun Monaten des Jahres konnte der Stuttgarter Autobauer demnach deutlich zulegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um knapp 16 Prozent auf 26,7 Milliarden Euro, wie Porsche am Freitag mitteilte. Das Unternehmen habe sich „trotz erheblicher globaler Herausforderungen finanziell hervorragend entwickelt“, sagte Finanzvorstand Lutz Meschke laut einer Pressemitteilung.

Das operative Ergebnis zog von knapp 3,6 Milliarden Euro im Vorjahr auf 5,05 Milliarden Euro an. In den Zahlen sind auch die Finanzdienstleistungen der Stuttgarter eingerechnet. Den Ausblick für 2022 bestätigte das Unternehmen. Demnach erwartet Porsche weiterhin eine Umsatzrendite von 17 bis 18 Prozent. „Trotz der herausfordernden Zeiten sind wir zuversichtlich und vertrauen auf unsere hohe Profitabilität und unsere finanzielle sowie operative Resilienz“, sagte Meschke. In einem volatilen und schwierigen Marktumfeld zeige der Autobauer, dass er profitabel wirtschafte. „Dank Kostendisziplin und eines attraktiven Produktmixes.“

Porsche-Chef sieht Sportwagenbauer im „Sweet-Sport des Luxussegments“ gut positioniert

 „Die Ergebnisse zeigen aus unserer Sicht, dass Porsche im Sweet-Spot des automobilen Luxussegments gut positioniert ist“, erklärte Porsche- und VW-Chef Oliver Blume. „Wir verfügen über ein attraktives Produktportfolio, das Luxus und Sport gleichermaßen abdeckt. Darüber hinaus haben wir ambitionierte Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit: Wir streben in 2030 eine bilanziell CO2-neutrale Wertschöpfungskette und eine CO2-neutrale Nutzungsphase für zukünftige BEV-Modelle an.“

Der VW-Konzern hatte Porsche im September an die Börse gebracht und über die Notierung von einem Viertel der Porsche-AG-Vorzüge brutto 9,1 Milliarden Euro eingenommen. Darüber hinaus gehen 25 Prozent plus eine Aktie der stimmberechtigten Stammpapiere der Porsche AG an die VW-Dachgesellschaft Porsche SE, die von den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch kontrolliert wird. Die VW-Aktionäre sollen dank des Verkaufs der Anteile eine Sonderdividende von 19,06 Euro je Aktie erhalten. (Mit Material der Deutschen Presse-Agentur)

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