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Softwareproblem beim Taycan: Porsche ruft über 12.000 E-Autos zurück - „erhöhtes Unfallrisiko“

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Von: Julian Baumann

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Nahansicht eines Porsche Taycan GTS Sport Turismo
Aufgrund eines Software-Problems ruft Porsche über 12.000 Taycan-Modelle zurück. Deutschland ist nicht betroffen. © Porsche AG

Software spielt in modernen Autos eine immer größere Rolle. Das gilt für die erfolgreichen E-Autos von Porsche - ein Problem führte in den USA nun aber zu einem großen Rückruf.

Stuttgart/Washington D.C. - Mit dem Taycan ist Porsche ein echter Erfolg gelungen: Zu Beginn des derzeitigen E-Auto-Booms hätten wohl die wenigsten erwartet, dass die leistungsstarken Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen auch in einer vollelektrischen Version das echte Porsche-Fahrvergnügen bieten. Vom Erfolg des Porsche Taycan zeigte sich sogar CEO Oliver Blume überrascht.

Wie in nahezu allen modernen Autos ist auch im E-Auto der Stuttgarter eine große Menge modernster Software verbaut. Ein Problem mit den verbauten Bildschirmen führte in den USA nun jedoch zu einem Rückruf von mehr als 12.000 Taycan-Modellen.

Porsche ruft über 12.000 E-Autos der Baureihe Taycan wegen Software-Problem zurück

Vor rund zwei Jahren stellte Porsche mit dem Taycan einen ersten vollelektrischen Sportwagen vor, dem inzwischen mehrere unterschiedliche Varianten von sportlich bis geländetauglich folgten. Wie alle Modelle der Auto-Schmiede aus Stuttgart zeichnet sich auch der Taycan durch eine hohe Qualität „Made in Germany“ aus. Dennoch gibt es auch beim E-Auto von Porsche hin und wieder Probleme. Im Juli vergangenen Jahres musste Porsche weltweit Taycan-Modelle wegen eines gefährlichen Software-Fehlers zurückrufen. Mehrere Besitzer hatten darüber geklagt, dass ihr Auto sich unvermittelt ausschalte, weswegen der Hersteller vorsorglich 34.000 Modelle zurückrief.

Bei dem neuerlichen Rückruf von Porsche Taycan-Modellen ist das Software-Problem nicht ganz so gefährlich, für die Besitzer aber wohl dennoch sehr ärgerlich. Laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), einer US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, verringert der Fehler im zentralen Bildschirm oder dem Steuergerät den Zugriff des Fahrers auf die Kameras und „erhöht das Risiko eines Unfalls“.

Porsche: Taycan-Modelle mit Software-Problem erfüllen Sicherheitsstandard in den USA nicht mehr

Der Rückruf von Porsche Cars North America und der NHTSA betrifft laut der Behörde 12.490 Taycan-Modelle der Baujahre 2020 bis 2022. Der Software-Fehler im Steuergerät kann demnach verschiedene Probleme auslösen.

Laut der NHTSA entsprechen die Taycan-Modelle von Porsche mit diesem Fehler den Anforderungen der Federal Motor Vehicle Safety Standard, genannt „Rear Visibility“ (Sicht beim Rückwärtsfahren) nicht mehr. Nach dem erfolgten Rückruf in die Werkstätte installieren die Händler kostenfrei eine neue Software, die den Fehler behebt. Betroffene Kunden in den USA sollen laut der Behörde am 5. August über den Postweg benachrichtigt werden. „Deutschland ist von diesem Rückruf nicht betroffen“, erklärte Porsche auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de. Vor wenigen Wochen musste auch Tesla 130.000 E-Autos zurückrufen, da der Prozessor zu überhitzen drohte.

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