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Legendärstes Porsche-Modell soll nun doch zum E-Auto werden

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Von: Julian Baumann

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Ein Porsche 911 Turbo S der limitierten „Duet“-Edition
Der legendäre Porsche 911 sollte eigentlich ein Verbrenner bleiben. Laut einem Bericht gibt es in Zuffenhausen nun aber ein Umdenken. © Porsche AG

Das legendärste Modell von Autobauer Porsche sollte eigentlich Verbrenner bleiben. Nun wollen die Stuttgarter den 911 aber doch in einer E-Auto-Version anbieten.

Stuttgart - Vor rund zwei Jahren stellte der Autobauer Porsche mit dem Taycan einen ersten vollelektrischen Sportwagen vor. Da die Modelle des Unternehmens aus Stuttgart seit jeher für den beeindruckenden Motorensound und die hohe Leistung bekannt sind, war ein solcher Schritt nicht gerade ohne Risiko. Der Erfolg des Taycan überraschte aber sogar Porsche-Chef Oliver Blume. Inzwischen gibt es die Baureihe Taycan von Porsche in mehreren Ausführungen und auch andere Modelle der Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen sollen elektrifiziert werden.

Beim legendärsten aller Porsche-Sportwagen, dem 911, sträubte sich die VW-Tochter bislang aber, ihn als vollwertiges E-Auto anzubieten. Laut einem Bericht des Manager Magazins gab es in Zuffenhausen nun aber offenbar ein Umdenken.

Porsche 911 sollte planmäßig zum Hybrid mit E-Fuels werden

Der Porsche 911, auch „Neunelfer“ oder schlicht nur „Elfer“ genannt, ist der bekannteste Sportwagen der legendären Marke. Erstmals vorgestellt wurde das Modell im Jahr 1963 bei der Automesse IAA in Frankfurt. Ein Porsche-Fan fährt gleich zehn knallbunte 911er. Die aktuellste Version des Sportwagens ist seit 2019 auf dem Markt. Obwohl der vollelektrische Taycan sogar den Porsche 911 überholte, gilt der Elfer noch immer als Inbegriff der Marke. Als Zugeständnis an die E-Mobilität war bislang geplant, den 911 höchstens teilelektrifiziert anzubieten.

In der deutschen Autoindustrie liegt der Fokus immer deutlicher auf der E-Mobilität. Autokonzern Mercedes-Benz will ab 2030 ausschließlich batteriebetriebene Fahrzeuge herstellen. Der Nachbar Porsche fährt dagegen eine doppelte Strategie und setzt auch auf eine Alternative zum E-Auto. In Chile errichtete der Autobauer eine Pilotanlage für die Herstellung von sogenannten E-Fuels, synthetischen Kraftstoffen aus Wind- und Solarenergie. Porsche will mit synthetischen Kraftstoffen den Verbrenner retten. Die E-Fuels sollen auch in einer teilelektrischen Version des Neunelfers zum Einsatz kommen. Geplant ist eine Hybrid-Version der Sportwagenikone mit einer Mischung aus Elektromotor und Verbrenner, angetrieben mit CO2-neutralem Biokraftstoff.

Porsche 911 doch als reines E-Auto? Bestätigung aus Zuffenhausen steht aus

Die E-Auto-Strategie von Porsche sieht vor, bis 2030 einen E-Auto-Anteil von 80 Prozent zu erreichen. Dazu zählen reine E-Autos wie die Taycan-Modelle oder der elektrifizierte Macan, aber auch Plug-in-Hybride wie der Cayenne. Die restlichen 20 Prozent bezogen sich vermutlich auf den 911. Porsche wollte das beliebteste Automodell weiterhin nur als Verbrenner bauen. In einem Artikel des Manager Magazins heißt es nun aber, dass die Leute von Porsche-Chef Oliver Blume auch an einer E-Version des Sportwagens arbeiten. Dieser soll demnach eine Feststoffbatterie bekommen und noch in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen.

Das Manager Magazin bezieht sich in besagtem Artikel auf Unternehmenskreise des Mutterkonzerns VW. Demnach heiße es aus Wolfsburg, Porsche arbeite für eine E-Auto-Version des 911 mit dem kalifornischen Unternehmen Quantumscape zusammen. Porsche selbst hat eine rein elektrische Version des Neunelfers bislang nicht bestätigt. Da die Technologie des Unternehmens Quantumscape noch nicht ausgereift sei, wird die elektrische Version der Sportwagen-Ikone erst gegen Ende des Jahrzehnts erwartet.

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