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Mercedes-Veredler Brabus wagt sich an legendärstes Porsche-Modell: 820 PS für den 911

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Von: Julian Baumann

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Rückansicht des Brabus 820, basierend auf dem 911 Turbo S von Porsche.
Der Brabus 820 basiert auf dem Porsche 911 Turbo S und stattet den ikonischen Sportwagen mit noch mehr Power aus. © Screenshot: Instagram/theofficialbrabus/constantin_brabus

Brabus ist vor allem für das Tuning von Mercedes-Modellen bekannt. Nun wagte sich das Unternehmen aber an den ikonischsten Sportwagen von Porsche - den 911.

Stuttgart/Bottrop - Das Unternehmen Brabus mit Sitz in Bottrop (Nordhein-Westfalen) ist eng mit dem Autokonzern Mercedes-Benz aus Stuttgart verbandelt. Bevor die damalige DaimlerChrysler AG das heutige Tochterunternehmen Mercedes-AMG aufkaufte, galt Brabus als Tuner von Mercedes-Modellen als größter Konkurrent von AMG. Inzwischen ist Brabus selbst ein eingetragener Fahrzeughersteller und produziert mit eigenen Derivaten von Mercedes-, Mercedes-Maybach- und auch Smart-Modellen besonders leistungsstarke Autos.

Neben angepassten und leistungsverbesserten Modellen von Mercedes-Benz tunt Brabus beziehungsweise Startech, ein Unternehmensbereich von Brabus-Tochter CRD, auch Modelle von unter anderem Bentley, Aston Martin oder Tesla. Mutterunternehmen Brabus wandte sich nun einem anderen Autohersteller aus Stuttgart zu und bietet ein exklusives Veredelungsprogramm für den ikonischsten Sportwagen von Porsche. Der 911 Turbo S bekommt mit dem Tuning-Update noch mehr Power.

Porsche 911 Turbo S: Brabus veredelt die Sportwagen-Ikone aus Stuttgart

Dass sich Brabus für die Veredelung eines Porsche-Modells die aktuelle Generation des ikonischen Neunelfers ausgesucht hat, kommt sicherlich nicht von ungefähr. Der vollelektrische Taycan hat die Ikone in einigen Märkten zwar bereits übertroffen, der Neunelfer gilt aber nach wie vor als Inbegriff der weltbekannten Marke. Ein Porsche-Fan fährt beispielsweise zehn knallbunte 911er und ein Porsche 911 Turbo brettert sogar virtuell durch das Spiel Cyberpunk 2077. Brabus verhilft dem Porsche 911 Turbo S mit dem Veredelungsprogramm zu noch mehr Leistung. Diese steigt laut der offiziellen Seite von serienmäßig 478 kW/680 PS auf 530 kW/720 PS.

Für die Leistungssteigerung der Porsche-Ikone wird per Plug-and-Play-Technologie ein Zusatzsteuergerät adaptiert, das die Motorsteuerung mit neuen Kennfeldern für Einspritzung und Zündung updatet. Mit einem maximalen Drehmoment von 600 auf 900 Nanometern beschleunigt der Sportwagen in nur 2,6 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Wer noch mehr Power in seinem Porsche will, kann die Coupé- oder Cabriolet-Version des 911 Turbo S mit einem Brabus PowerXtra Zusatzsteuergerät aufrüsten lassen. Somit werden bei 6.900 Umdrehungen pro Minute Spitzenleistungen von 603 kW/820 PS erreicht.

Brabus: Supersportwagen auf Basis des Porsche 911 wird nach Kundenwunsch angefertigt

Auch optisch verändert das Tuning-Paket von Brabus am Porsche 911 ein paar Details, allerdings ohne den ikonischen Look des Sportwagens ganz zu verändern. Durch die noch höhere Maximalgeschwindigkeit des Modells haben die Konstrukteure auch die aerodynamische Performance durch einen Frontspoiler mit Flaps, Carbon-Elemente für die Lufteinlässe und deutlich höhere Flügel geschärft. Das Interieur der Sportwagen-Ikone ist mit schwarzem Leder und roten Ziernähten sowie weiteren in rot gehaltenen Deko-Elementen bestückt. Die Kunden können sich allerdings auch für andere Farbgestaltungen entscheiden.

Anzumerken gilt, dass der finale Sportwagen, von Brabus 820 genannt, zwar auf dem Porsche 911 Turbo S basiert, aber letztendlich ein Derivat darstellt. Deshalb wurden auch die legendären Porsche-Logos auf der Motorhaube, den Felgen und auch auf dem Lenkrad durch Brabus-Logos ersetzt. Da jedes Supercar von Brabus laut der offiziellen Seite individuell nach Kundenwunsch angefertigt wird, kann die Gestaltung des Modells auf Basis des Porsche 911 auch abweichen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, startet das reine Motortuning bei rund 30.000 Euro, der Preis für das Gesamtpaket klettert auf bis zu 140.000 Euro. Dazu kommt noch der Preis für das Basismodell der Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen.

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