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Mercedes-Veredler Brabus motzt Smart Elektro-SUV auf - 428 PS und mehr als 180 km/h

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Von: Julian Baumann

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Das Brabus-Modell des Smart #1.
Die Brabus-Version des E-SUV Smart#1 hat mit einem zusätzlichen Elektromotor 428 PS. © Smart

Mercedes-Tochter Smart hat am 7. April den Smart #1 vorgestellt. In China wurde nun die Brabus-Version des elektrischen SUV enthüllt, die deutlich mehr Power haben soll.

Stuttgart/Böblingen - Wer an die Automarke Smart denkt, denkt vermutlich in erster Linie an die kleinen Zweisitzer Fortwo, mit denen man auch in Großstädten leicht einen Parkplatz findet. Mit dem am 7. April vorgestellten Smart #1 verließ die Tochter des Autokonzerns Mercedes-Benz die Kleinwagensparte. Das E-SUV gilt als letzte Chance für die angeschlagene Mercedes-Tochter. Die Marke wurde ursprünglich im Jahr 1994 gegründet und stellte bis 2018 vorrangig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren her.

Seit dem Jahr 2020 ist Smart als Smart EQ, analog zu Mercedes-EQ, eine reine E-Auto-Marke. Obwohl das Unternehmen seinen Firmensitz in Böblingen in der Region Stuttgart hat, werden die Modelle inzwischen nur noch in China produziert. Dort stellte die Mercedes-Tochter nun die Brabus-Version des elektrischen SUV Smart #1 vor, die, wie beim Veredler von Mercedes- oder auch Porsche-Modellen gewohnt, deutlich mehr Power haben soll.

Mercedes-Tochter Smart: Brabus stattet E-SUV mit zweitem Elektromotor aus

Brabus mit Hauptsitz in Bottrop ist hauptsächlich als Veredler von Modellen von Mercedes-Benz bekannt, modifiziert inzwischen aber auch Fahrzeuge anderer Marken. So wagte sich der Mercedes-Veredler beispielsweise an das legendärste Porsche-Modell, und auch vom vollelektrischen Porsche Taycan gibt es eine Brabus-Version. Als eines der letzten Projekte veredelte der Fahrzeugtuner das E-Auto-Flaggschiff EQS, doch auch die elektrischen Smart-Modelle landeten bereits in der Tuningwerkstatt. Deshalb ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass sich Brabus auch an den Smart #1 vornimmt, mit dem sich die Mercedes-Tochter neu erfinden will.

Als Mercedes-Benz ankündigte, das Kultmodell Smart zu einem SUV zu machen, traf dies auf rege Kritik. In Kooperation mit dem chinesischen Autokonzern Geely, dessen Gründer Li Shufu der größte Aktionär von Mercedes-Benz ist, soll die Marke neu erblühen und sich endlich aus dem übergroßen Schatten des Mercedes-Sterns lösen. Das noch in diesem Jahr auf den Markt kommende E-SUV Smart #1 hat mit 272 PS bereits in der Standardausstattung eine Menge Power. Brabus stattet das Modell mit einem zusätzlichen Elektromotor an der Front aus und treibt die Leistung dadurch auf 428 PS.

Brabus-Version des Smart #1 soll offenbar schneller als 180 km/h fahren können

Bei E-Autos fallen die Höchstgeschwindigkeiten meistens geringer aus, als bei vergleichbaren Verbrenner-Modellen. Das hat vor allem mit dem steigenden Luftwiderstand zu tun, der mit entsprechender Kraft überwunden werden muss. Modelle wie das Tesla Model 3 Perfomance oder die Mercedes-Limousine EQS übersteigen zwar die 200 km/h-Marke, die meisten Fahrzeuge liegen aber deutlich darunter. Wie schnell das E-SUV Smart #1 mit dem Brabus-Tuning werden wird, teilte die Mercedes-Tochter nicht mit. Das Portal ecomento geht allerdings davon aus, dass die Höchstgeschwindigkeit deutlich über 180 km/h liegen werde. Die Beschleunigung fällt mit von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden für Brabus-Verhältnisse aber noch recht bescheiden aus.

Natürlich bietet ein Brabus-Update auch bei Design und Interieur gewisse Anpassungen. Die Brabus-Version des Smart #1 besticht durch rote Akzente vorne, seitlich und hinten sowie einem roten Dach und einem neuen Spoiler. Sowohl die Stoßstange, als auch die größeren Felgen, weisen ein eigenständiges Design auf und auch das Markenlogo wird klassischerweise durch das Logo des Veredlers ersetzt. Ob und wann die Brabus-Version des Smart #1 auch in Europa auf den Markt kommen wird, ist nicht bekannt. Alle neuen Smart-Modelle sollen aber E-Autos und ausschließlich in China produziert werden. Die Basis-Version des Smart #1 wird auch in Deutschland auf den Markt kommen.

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