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Mercedes-Benz stellt SUV-Version des E-Auto-Flaggschiffs EQS vor - „definiert ganzes Segment neu“

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Von: Julian Baumann

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Ein Mercedes-EQS SUV fährt auf einer Straße.
Der Mercedes-EQS SUV verbindet die optischen Details der elektrischen Baureihe EQ mit denen eines SUV. © Mercedes-Benz AG (Screenshot Weltpremiere)

Am 19. April stellte Mercedes-Benz in einer digitalen Weltpremiere das EQS SUV vor. Es ist das insgesamt dritte Modell, das auf der vollelektrischen Plattform „EVA II“ basiert.

Stuttgart - Am Dienstag, 19. April, präsentierte Mercedes-Benz in einer digitalen Weltpremiere den EQS SUV. Mit der vollelektrischen Luxuslimousine Mercedes-EQS leitete der Traditionskonzern aus Stuttgart vor rund einem Jahr endgültig die E-Auto-Offensive ein. Die zuvor veröffentlichten SUVs EQC und EQA basierten noch auf umgerüsteten Verbrenner-Architekturen. Alle nachfolgenden Modelle sollen auf der völlig neuen Architektur „EVA II“ (Electronic Vehicle Architecture) basieren, die erstmals beim EQS zum Einsatz kam.

Inzwischen hat Mercedes-Benz mit der elektrischen Businesslimousine EQE nicht nur einen „kleinen Bruder“ vorgestellt, sondern auch Derivate der Tuningmarke AMG und der Luxusmarke Maybach. Mit dem EQS SUV folgt nun ein großes, familienfreundliches Modell der EQ-Baureihe. Bereits eine Woche vor der Premiere zeigten Leaks die Optik des großen Mercedes-E-Autos.

Mercedes-Benz Weltpremiere: EQS SUV soll Mitte des Jahres 2022 auf den Markt kommen

Das bei der Weltpremiere nun offiziell gezeigte SUV-Modell des EQS verbindet wie erwartet die optischen Eigenheiten der EQ-Baureihe mit denen eines SUV (Sport-Utility-Vehicle). „Er ist der erste vollelektrische Luxus-SUV von Mercedes-EQ und bietet Platz für bis zu sieben Personen“, sagte Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger bei der digitalen Premiere. „Wir sind absolut begeistert, dieses fantastische Auto in unserer Familie begrüßen zu dürfen“. Der Mercedes-EQS SUV soll laut der Vertriebschefin in der zweiten Hälfte des Jahres auf den Markt kommen.

Die Optik des neusten Familienmitglieds der EQ-Baureihe kommt bei den Mercedes-Fans durchweg gut an. „Das ist der schönste SUV, den ich seit Langem gesehen habe“, schreibt ein User unter das Video zur Weltpremiere. „Ich wollte schon immer einen SUV und der EQS gefällt mir besonders gut“, schreibt ein anderer. „Das ist also perfekt.“ Auch Beschreibungen wie „Meisterwerk“ finden sich unter dem Video.

Der Mercedes-EQS SUV bietet mit einer dritten Sitzreihe Platz für insgesamt sieben Personen und ist zudem mit allen Softwareanwendungen und Entertainment-Systemen ausgestattet, über die auch der EQS verfügt. „Indem wir einige der besten Eigenschaften des EQS in ein SUV-Paket packen, bringen wir die Innovation in diesem Segment noch weiter voran“, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius. „In diesem Sinne ist der EQS SUV wirklich die nächste Iteration unserer klaren Strategie: Wir werden die begehrenswertesten Elektroautos der Welt bauen.“

EQS SUV „definiert ein ganzes Segment neu“, sagt der Mercedes-Chef

Bei der Weltpremiere des EQS vor rund einem Jahr wurde die elektrische Luxuslimousine als aerodynamischstes Automodell auf dem Markt bezeichnet. Auch bei der SUV-Version war der Luftwiderstand besonders wichtig. „Deshalb haben unsere Ingenieure den Luftwiderstand durch Details wie Aero-Verkleidungen, Spoiler, optimierte Reifenprofile und ein geschlossenes, winddichtes Speichendesign reduziert“, erklärte Ola Källenius. Diese Maßnahmen sollen dazu führen, dass die Luft so sanft wie möglich um das Fahrzeug geleitet werden kann.

Ein strategischer Schwerpunkt der E-Auto-Strategie von Mercedes-Benz ist die Digitalisierung der Produktion. Ein Beispiel ist das gläserne Armaturenbrett „Hyperscreen“, das erstmals bei der Limousinen-Version des EQS zum Einsatz kam. Per sogenannter „Zero-Layer“-Technologie wird nur das angezeigt, was der Fahrer in einem bestimmten Moment sehen muss. „Hinter all diesen nützlichen Funktionen steht ein einfaches strategisches Prinzip“, so Ola Källenius. „Wir wollen führend sein, was Fahrzeug-Software betrifft, weil wir wollen, dass ein Mercedes ständig lernt.“ Dieser Fokus auf die eigene Software ist wohl auch dem steigenden Druck der Software-Konzerne wie Nvidia, Intel und Co. auf die Autobauer geschuldet.

Der Mercedes-EQS SUV „definiert ein ganzes Segment neu und ist das dritte Fahrzeug auf unserer neuen vollelektrischen Plattform“, sagte der Mercedes-Chef. „Er erweitert unser EQ-Angebot um ein attraktives SUV-Paket, das Kunden auf der ganzen Welt lieben.“ Vor wenigen Tagen hat Mercedes-Benz mit dem Super-E-Auto EQXX zudem einen Reichweitenrekord aufgestellt. Das Forschungsauto fuhr eine Strecke von über 1.000 Kilometern von Sindelfingen über die Alpen, Norditalien, bis nach Südfrankreich, mit nur einer einzigen Batterieladung.

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