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Mercedes gibt mit futuristischem Showcar Ausblick auf den „vollelektrischen Sportwagen der Zukunft“

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Von: Julian Baumann

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Showcar Vision AMG gibt Ausblick auf die vollelektrische Zukunft von Mercedes-AMG.
Mercedes-Benz will auch die Tuning-Marke Mercedes-AMG elektrifizieren. Wie das aussehen könnte, zeigt der Vision AMG. © Mercedes-Benz AG – Communications

Die Zukunft von Mercedes-Benz ist elektrisch: Mit dem Luxus-Showcar „Vision AMG“ gab der Autobauer nun einen Einblick in die Elektrifizierung der Tuning-Tochter Mercedes-AMG.

Stuttgart/Affalterbach - Am Donnerstag (19. Mai) hat der Vorstand des Stuttgarter Autoherstellers Mercedes-Benz die Zukunftsstrategien des Traditionskonzerns vorgestellt: Mercedes streicht drei Modelle und besinnt sich noch stärker auf den Luxus. Neben der Luxus-Strategie, die das Ziel hat, noch stärker auf hochpreisige Modelle der Kernmarke und den Submarken Mercedes-Maybach, Mercedes-AMG und Mercedes-EQ zu setzen, war auch die E-Auto-Strategie des Unternehmens Thema bei der Veranstaltung „The Economy of Desire“. „Wir gehen auf allen Ebenen auf Elektrik“, erklärte Mercedes-Chef Ola Källenius im Vorfeld des Events bei einem Medien Q&A.

Neben den vollelektrischen Modellen der Marke Mercedes-EQ sollen auch die Marken Mercedes-Maybach und Mercedes-AMG elektrifiziert werden. Wie die Zukunft der Tuning-Marke AMG mit Sitz in Affalterbach aussehen wird, enthüllte Mercedes-Benz am Abend des 19. Mai mit der Vorstellung des Konzeptfahrzeugs „Vision AMG“. Optisch ähnelt das vorgestellte Showcar dem Konzeptauto EQXX, gemäß der Marke verfügt das Luxus-E-Auto allerdings über noch mehr Power und wird mit einem innovativen, besonders leistungsstarken Elektromotor angetrieben. Vor einigen Tagen teaserte Mercedes das erste vollwertige E-Auto von AMG bereits bei Instagram an.

Mercedes-Benz: Vision AMG gibt Einblick in die elektrische Zukunft von AMG

Mercedes-AMG ist im Mercedes-Konzern für die besonders leistungsstarken Modelle zuständig. Die Motoren der Luxusautos werden traditionell nach dem Prinzip „ein Mann, ein Motor“ produziert. Das bedeutet konkret, dass ein Ingenieur für die komplette Konstruktion eines Motors zuständig ist. In der Vergangenheit galt das für die kraftvollen Verbrenner-Motoren, mit dem „Vision AMG“ transferiert Mercedes aber auch seine Tuning-Marke in das E-Auto-Zeitalter. „Der Vision AMG zeigt spektakulär, wie die Elektrifizierung bei Mercedes-AMG aussehen könnte“, erklärt Mercedes-Chefdesigner Gorden Wagener. „Dabei bleiben wir konsequent der Marken-Ästhetik treu: die extremen Proportionen der Studie kreieren Faszination und Leidenschaft für Performance – dafür steht AMG.“

Einem typischen Modell der Marke Mercedes-AMG entsprechend, verfügt der Vision AMG auch über die charakteristische Kühlerverkleidung mit vertikalen Streben, obwohl bei einem vollelektrischen Antrieb kein klassischer Kühler an der Front erforderlich ist. Für die Technik des elektrischen AMG-Modells hat Mercedes alle Komponenten des Antriebstrangs von Grund auf neu entwickelt. Das Showcar basiert auf der neuen AMG.EA-Architektur und wird mit einem innovativen Axialflussmotor angetrieben, der von Mercedes-Tochter YASA entwickelt wurde.

Mercedes-Showcar: Elektrischer Sportwagen mit Elementen von EQXX und AMG Petronas

Der vorgestellte „Vision AMG“ ist wie der EQXX, und zuvor beispielsweise auch der Vision EQS, ein Forschungsfahrzeug, das den Stand der Entwicklung und Technik demonstrieren soll. Während die Konzepte mancher Autohersteller nie als Serienfahrzeuge umgesetzt werden, verhält sich das bei Mercedes anders, wie die Vergangenheit zeigte. Demnach bietet das futuristisch wirkende Showcar einen „Ausblick auf einen funktionalen vollelektrischen Sportwagen der Zukunft“. Nach den elektrischen Limousinen EQS und EQE und dem SUV EQS der Kernmarke bewegt sich das AMG-Modell demnach im Bereich anderer elektrischer Sportwagen, wie beispielsweise dem Taycan von Porsche.

Mercedes hat sich bei der Konzeption des Showcars nicht nur am EQXX orientiert, sondern auch am erfolgreichen Formel 1-Team Mercedes-AMG Petronas. „Dazu gehören die silberne Lackierung mit einem großformatigen Star-Pattern über Schultern und Heckflügel, funktionale Elemente in Sichtkarbon, die aerodynamische Gestaltung der 22-Zoll-Räder mit Aero‑Claddings, das AMG Logo und Petronas-farbige Elemente an Schweller und Diffusor“, heißt es. Wie sehr die futuristische Optik auch in einem serienreifen, vollelektrischen Modell von Mercedes-AMG enthalten bleiben wird, wird sich zeigen.

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