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China bietet ikonische Mercedes-Sterne an: Umbau könnte verheerende Folgen haben

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Von: Julian Baumann

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Mit Komponenten aus China kann die C-Klasse von Mercedes-Benz wieder mit einem haptischen Stern ausgestattet werden. Der Autobauer rät aber dringend davon ab.

Stuttgart - Es war ein Schock für viele Traditionalisten und Mercedes-Fans: Im vergangenen Jahr kündigte die Daimler AG, der Konzern, den es in dieser Form nicht mehr gibt, die aktuelle Version der C-Klasse an. Bei der neuen C-Klasse verbannte Daimler den Mercedes-Stern von der Motorhaube, Fans waren entsetzt. Seitdem ist das weltbekannte Logo des Autobauers aus Stuttgart bei den Modellen nicht mehr haptisch auf der Motorhaube angebracht, sondern im Kühlergrill eingelassen. Damit sollten die modernen Modellgenerationen sportlicher positioniert werden.

Mercedes-Benz rät von Umbau der C-Klasse mit ikonischem Stern aus China ab

Für viele Fahrer der Modelle von Mercedes-Benz war die Verbannung des legendären Mercedes-Sterns von der Motorhaube der C-Klasse eine Zensur. Auch bei der vollelektrischen S-Klasse EQS und der bald auf den Markt kommenden Business-Limousine EQE ist das Markenlogo in den Kühlergrill eingelassen. Laut dem Online-Portal jesmb.de gibt es für alle Fans des haptischen Mercedes-Sterns aber Linderung. Demnach wird die aktuelle Mercedes-C-Klasse in China noch immer mit dem Stern auf der Motorhaube verkauft. Ein Umbau könnte aber verheerende Folgen haben, berichtete auto-motor-und-sport.de.

Wohl kein anderes Markenlogo ist so ikonisch wie der Mercedes-Stern der Mercedes-Benz Group AG und der Daimler Truck AG. Nach der Aufspaltung des ursprünglichen Konzerns behielten beide Unternehmen das Logo. In Stuttgart ist der Stern nicht nur bei der Zentrale des Autobauers in Untertürkheim, sondern auch auf allen Niederlassungen und beispielsweise auch in großer Anzahl in der Mercedes-Benz Arena zu finden. Für viele Mercedes-Fahrer gehörte der haptische Stern auf der Motorhaube zu den Modellen, auch wenn es stellenweise Probleme gab. Beispielsweise rissen dreiste Sammler immer wieder die haptischen Symbole von den Autos ab. Das kann bei den aktuellen Fahrzeuggenerationen zumindest nicht passieren.

Mercedes-Fahrer, die dennoch einen Mercedes-Stern haptisch auf ihrer C-Klasse haben wollen, können das Modell mit einem entsprechenden Bauteil aus China umbauen. So heißt es zumindest in dem Bericht des Portals jesmb.de. Demnach könnte man sich das Frontpanel aus dem Reich der Mitte importieren und in einer hiesigen Mercedes-Werkstatt auf der europäischen Version der C-Klasse anbringen lassen. Mercedes-Benz rät allerdings von einem entsprechenden Umbau ab, da kleine Änderungen bereits Beeinträchtigungen auf die hochsensible Sensorik des Modells haben könnten.

Mercedes-Benz zur Modifizierung der C-Klasse - „raten grundsätzlich von Umbauten ab“

Für Mercedes-Benz ist China seit langem der wichtigste Absatzmarkt. Ein speziell für den chinesischen Markt designtes Daimler-E-Auto wurde zwar zum Flop, der Autobauer verkauft in China aber offenbar angepasste Modelle seiner Fahrzeugpalette. Obwohl die unterschiedlichen Bauteile untereinander kompatibel sein können, raten die Stuttgarter von einem Umbau ab. „Unsere Fahrzeuge sind für die jeweiligen marktspezifischen Anforderungen entwickelt und homologiert“, sagte eine Sprecherin der Mercedes Sales-Abteilung auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de. „Aufgrund von unterschiedlichen Gesetzesanforderungen in den jeweiligen Märkten kann es zu Unterschieden bei gleichen Fahrzeugtypen kommen.“

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 25. Januar 2022. Da er für unsere Leser noch immer eine Relevanz hat, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Laut der Sprecherin von Mercedes-Benz erfüllen die Bauteile, selbst wenn sie untereinander kompatibel sind, nicht zwangsläufig alle marktspezifischen regulatorischen Anforderungen. „Wir raten daher grundsätzlich von Umbauten ab.“ Ein solcher Umbau der Mercedes-Benz C-Klasse mit einem importierten Stern aus China kann mitunter verheerende Folgen haben, berichtet auto-motor-und-sport.de. Bereits kleinste Abweichungen der unterschiedlichen Karosseriebauteile könnten die in den Modellen verbaute hochsensible Sensorik beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu Ausfällen führen.

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