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Mercedes-Benz schließt Kooperation für die elektrische Zukunft

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Markus Schäfer, CTO von Mercedes-Benz (links) und Markus Bruegmann, CEO von Rock Tech Lithium.
Autobauer Mercedes-Benz hat eine Liefervereinbarung über hochwertiges Lithium mit Rock Tech Lithium abgeschlossen. © Gottfried Stoppel/Mercedes-Benz AG

Mercedes-Benz hat eine Kooperation mit dem Start-up Rock Tech Lithium geschlossen. Das Unternehmen soll den Autobauer ab 2026 mit Lithium für E-Autobatterien beliefern.

Stuttgart - Autobauer Mercedes-Benz hat eine Liefervereinbarung über hochwertiges Lithium mit dem kanadisch-deutschen Start-up Rock Tech Lithium abgeschlossen - beginnend im Jahr 2026 mit einer Qualifizierungsphase. Ziel der Vereinbarung ist es laut einer Pressemitteilung des Konzerns, die Rohstoffe für die Batterieproduktion im Zuge der strategischen Direktbeschaffung zu sichern. Der Abschluss ermöglicht es dem Stuttgarter Unternehmen, seine Batteriepartner mit hochwertigem Lithiumhydroxid zu beliefern, um seine Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen schnell zu steigern.

Mercedes-Benz will, wo immer es die Marktbedingungen zulassen, bis Ende des Jahrzehnts nur noch E-Autos verkaufen. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, erschließt die Marke mit dem Stern gemeinsam mit seinen Partnern neue Rohstoffquellen. Als Teil der Vereinbarung mit Rock Tech wird die Mercedes-Benz-Lieferkette Lithiumhydroxid aus dem Rock Tech-Konverter im brandenburgischen Guben erhalten. Dieses hochwertige Lithiumhydroxid soll für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden.

Mercedes-Benz soll im Jahr durchschnittlich 10.000 Tonnen Lithium erhalten

Die strategische Partnerschaft hatten die beiden Unternehmen bereits während des deutsch-kanadischen Gipfels Ende August in Toronto nach der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der Mercedes-Benz und Kanada angekündigt. Ziel war es, eine vertiefte Zusammenarbeit über alle Stufen der automobilen Wertschöpfungskette hinweg zu sondieren, wobei der Schwerpunkt auf der Erschließung natürlicher Ressourcen lag. „Diese beträchtliche Menge an Lithiumhydroxid von Rock Tech wird Mercedes-Benz helfen, die Lokalisierung der europäischen Produktion modernster Batteriezellen voranzutreiben“, sagte Markus Schäfer, CTO von Mercedes-Benz laut der Mitteilung.

„Die durchschnittlich 10.000 Tonnen Lithium pro Jahr spielen neben weiteren geplanten Partnerschaften eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der Lithiumversorgung für unsere Batterieproduktion in Europa. Dadurch unterstreichen wir einmal mehr unsere ehrgeizigen Elektrifizierungsziele“, so Schäfer. Wir unterstützen unseren Partner am Anfang seiner Wertschöpfungskette dabei, saubere und umweltfreundliche Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen und sind sehr dankbar für das Vertrauen in unsere Arbeit“, sagte Markus Bruegmann, CEO von Rock Tech Lithium.

Mercedes-Benz setzt Achtung der Menschenrechte als Grundlage für den Lithiumabbau voraus

Laut der Mitteilung von Mercedes-Benz sieht die Liefervereinbarung vor, dass beide Partner gemeinsam an einem Fahrplan für die CO2-neutrale Produktion von Lithiumhydroxid bis 2030 arbeiten. Neben der CO2-neutralen Produktion verpflichtet sich Rock Tech, ausschließlich aus Bergbaustandorten zu liefern, die nach dem Bergbaustandard der Initiative for Responsible Mining Assurances (IRMA) auditiert wurden.

Verantwortungsvoll abgebaute und verarbeitete Rohstoffe seien die Grundlage für eine nachhaltige, vollelektrische Fahrzeugflotte von Mercedes-Benz, schreibt der Konzern. Die Achtung und Wahrung der Menschenrechte sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt seien entscheidende Kriterien für die Auswahl von Lieferanten. In enger Zusammenarbeit mit den Zulieferern arbeitet Mercedes-Benz daher daran, Hebel für die konsequente CO₂-Reduktion zu finden und seine Kräfte zu bündeln, um dadurch die Menge an Seltenerdmetallen pro Elektroantrieb deutlich zu reduzieren (Mit Material der Pressemeldung von Mercedes-Benz)

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