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Kampfansage an Mercedes-Benz: Start-up plant E-Auto mit 1.000 Kilometer Reichweite

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Von: Franziska Vystrcil

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Das norwegische Start-up Fresco Motors kündigt ein E-Auto an, dessen Reichweite bis zu 1.000 Kilometer betragen soll - und damit Mercedes-Benz gefährlich werden könnte.

Stuttgart/Oslo - Sich rein elektrisch fortzubewegen, wird immer mehr zum großen Ziel der deutschen Autobauer. Mercedes-Benz ist da ganz vorne mit dabei. Mit seinen EQ-Modellen will der Hersteller aus der Landeshauptstadt Stuttgart seinen Kunden ein „völlig neues Fahrgefühl und eine zukunftsweisende Form der Mobilität“ bieten, so Mercedes-Benz auf seiner Webseite.

Mit der elektrischen Luxuslimousine EQS will Mercedes Tesla Konkurrenz machen. Vielen potenziellen Kunden ist allerdings noch immer die geringe Reichweite der E-Autos ein Dorn im Auge. An diesem Problem arbeitet der Autobauer bereits. Mercedes-Benz entwickelt aktuell Batterien, welche die Reichweite von E-Autos verdoppeln könnten. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Das norwegische Start-up Fresco Motors kündigte nun an, ein neues Elektroauto auf den Markt bringen zu wollen - mit unglaublichen 1.000 Kilometern Reichweite.

Fresco XL soll E-Autos revolutionieren: aerodynamische Felgen und Elektromotoren an jeder Achse

Das neue E-Modell aus Norwegen ist eine klare Kampfansage an Mercedes. 2019 hatte Fresco noch einen Ausblick auf die Elektro-Sportlimousine Reverie gegeben, diese ist allerdings noch immer nicht auf dem Markt erschienen. Stattdessen findet sich nun ein neues Modell auf der Webseite des Unternehmens: der Fresco XL. Dieser soll eine Weiterentwicklung des Reverie mit noch futuristischerem Design sein. Das Design des Mercedes-Benz EQS kommt unterdessen nicht bei allen gut an. Ein YouTuber bezeichnet den EQS als „sehr hässlich“.

Doch nicht diese Information lässt aufhorchen, sondern eine andere, wie Ecomento berichtet. Der Fresco XL soll serienmäßig mit je einem Elektromotor an jeder Achse eine Reichweite von circa 1.000 Kilometern pro Ladung schaffen. Der Grund für die besondere Bauweise des E-Autos: „Aufgrund des rauen Klimas, in dem unsere Kunden leben, haben wir uns entschieden, jede Achse mit einem eigenen Elektromotor auszustatten“, sagt Espen Kvalvik, Firmenchef von Fresco Motors. Mit diesem elektrischen „Allradantrieb“ soll der Fresco XL zudem besonders geländegängig und auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen gut fahrbar sein.

Elektro-Forschungsauto Vision EQXX von Mercedes-Benz
Das E-Forschungsauto Vision EQXX von Mercedes-Benz soll eine Reichweite von 1.000 Kilometern schaffen. © Mercedes-Benz AG – Communication/dpa

Um die hohe Reichweite von 1.000 Kilometern erreichen zu können, plant der Hersteller aus Norwegen ein „extragroßes“, in die Fahrzeugstruktur integriertes Akkupaket mit doppelt gestapelten Batteriezellen. Besondere aerodynamischen Felgen sollen zusätzlich für eine hohe Energieeffizienz sorgen. Mercedes-Benz hat kürzlich mit dem E-Forschungsauto EQXX ebenfalls ein Modell vorgestellt, das 1.000 Kilometer Reichweite schaffen soll.

E-Auto Fresco XL existiert bisher nur als digitaler Entwurf, kann aber schon vorbestellt werden

Der Fresco XL könnte vor allem für Outdoor-Fans interessant sein. Wie Adrian Kristofer Locklindh, Vorstandsmitglied bei Fresco Motors, berichtet, soll das E-Auto auch als Wohnmobil genutzt werden können. Die Sitze lassen sich durch Umklappen zu einer großen Liegefläche umbauen, so der Norweger. Insgesamt bietet das E-Mobil Platz für bis zu acht Personen.

Doch so groß der Anwendungsbereich und die Möglichkeiten mit dem Fresco XL sind, so sehr schlägt sich das auch im Preis nieder. Für voraussichtlich 100.000 Euro soll das futuristische E-Auto zu haben sein. Wann das Fahrzeug auf dem Markt erscheinen soll, dazu macht der Hersteller jedoch noch keine Angaben. Bisher existiert der Fresco XL lediglich als Entwurf. Interessenten können das E-Auto dennoch bereits mit einer Anzahlung von 1.000 Euro vorbestellen.

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