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Mercedes-Teamchef zum F1-Einstieg von Porsche und Audi - Konkurrenzkampf „wird noch härter werden“

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Von: Julian Baumann

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Lewis Hamilton (Fahrer), Toto Wolff (Teamchef) und George Russell (Fahrer, v.l.n.r) posieren vor einem Mercedes-AMG One.
Konkurrenz für die Silberpfeile: Mercedes-Teamchef Toto Wolff begrüßt den Einstieg von Audi und Porsche in die Formel 1, sieht aber auch einen härten Wettbewerb. © IMAGO/HOCH ZWEI

Mit dem Einstieg von Audi und Porsche in die Formel 1 erwartet Mercedes-Teamchef Toto Wolff einen noch härteren Konkurrenzkampf. Insgesamt begrüßt er den Schritt jedoch.

Stuttgart - Die Konkurrenz für das Mercedes AMG Petronas F1 Team, dem Werksteam des Autokonzerns Mercedes-Benz in der Königsklasse des Motorsports, wächst wohl schon bald um weitere Teams aus Deutschland an. Bereits im April hatte der VW-Konzern Pläne für den Formel 1 Einstieg der Tochter-Marken Porsche und Audi bestätigt. Audi werde mit einer Übernahme der britischen Sportwagenmarke McLaren, die auch in der Formel 1 mit Mercedes als Motorenpartner vertreten ist, in Verbindung gebracht, hieß es. Porsche werde als möglicher Partner von Red Bull gehandelt.

Berichten zufolge soll Porsche tatsächlich 50 Prozent von Red Bull übernehmen, der Stuttgarter Autobauer hat diesen Schritt allerdings bislang nicht bestätigt. Was allerdings nun in trockenen Tüchern zu sein scheint, ist der Formel-1-Eintritt von Audi, den der VW-Konzern am Freitag, 26. August, bestätigte. Mercedes-Teamchef Toto Wolff begrüßt den Einstieg der beiden deutschen Automarken in die Formel 1, wie motorsport-total.com berichtet. Zugleich erwartet er dadurch aber auch einen noch härteren Konkurrenzkampf in der Königsklasse des Motorsports.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff begrüßt Formel 1-Einstieg von Audi und Porsche

Das Mercedes AMG Petronas Team hat seinen Sitz zwar im englischen Brackley, tritt als Werksteam des Stuttgarter Konzerns aber mit deutscher Lizenz an. In der Formel 1 sind die Silberpfeile bislang das einzige deutsche Team, in der Formel E trat Mercedes aber bereits in der Vergangenheit gegen Porsche und Audi an. Audi steht Berichten zufolge kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung zur Übernahme des schweizerischen Rennstalls Sauber, der dadurch die Zusammenarbeit mit Alfa Romeo verloren hatte. Das Werksteam der VW-Tochter aus Ingolstadt will 2026 mit einem eigenen Aggregat in die Formel 1 einsteigen.

Von dem bestätigten Einstieg von Audi und dem erwarteten Einstieg von Porsche in die Formel 1 zeigte sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff begeistert. „Es ist großartig“, sagte er laut motorsport-total.com. „Ich denke, wenn man sieht, wer alles in die Formel 1 gekommen ist, und zwar die besten Marken in ihrem Sektor außerhalb der Automobilbranche, dann zeigt das die Stärke des Sports.“ Dass die beiden Automarken für ihren Einstieg unterschiedliche Strategien verfolgen, könne er verstehen, so Wolff.

Konkurrenz für die Silberpfeile - „es wird noch härter werden, wenn diese Jungs kommen“

Obwohl der Mercedes-Teamchef den Einstieg von Audi und Porsche in die Formel 1 begrüßt, sind die beiden Teams für die Silberpfeile ab 2026 natürlich auch weitere Konkurrenten. Es sei großartig für den Sport, einige der besten Autofirmen der Welt als Konkurrenten zu haben. „Die Formel 1 ist der härteste sportliche Wettbewerb für jedes Automobilunternehmen der Welt“, erklärte Toto Wolff. „Das war schon immer so, und es wird noch härter werden, wenn diese Jungs kommen.“

Wie hart die Formel 1 sein kann, erlebt das Mercedes AMG Petronas Team derzeit am eigenen Leib. Nach einem schwierigen Saisonbeginn konnte sich das Team durch eine Poleposition des Fahrers George Russell in Ungarn zwar wieder etwas fangen, am vergangenen Wochenende lagen die Silberpfeile in Belgien aber erneut deutlich zurück. Fraglich, ob potentiell starke Konkurrenz von Porsche und Audi ein gutes Zeichen für Mercedes ist, sollte sich der amtierende Konstrukteursweltmeister mit dem Fahrerduo Lewis Hamilton und George Russell bis 2026 nicht wieder gefangen haben.

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