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In der elektrischen G-Klasse von Mercedes werden revolutionäre Akkus verbaut

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Von: Julian Baumann

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Das Konzeptfahrzeug „Concept EQG“ gibt erste Einblicke in die Optik der elektrischen G-Klasse.
Der EQG, die elektrische Mercedes-G-Klasse, soll Anfang 2024 mit einer revolutionären Batterietechnologie auf den Markt kommen. © Mercedes-Benz AG - Global Communications

Mercedes-Benz wird bei der angekündigten elektrischen G-Klasse erstmals revolutionäre Batterien des US-Unternehmens Sila einsetzen.

Stuttgart - Der Autokonzern Mercedes-Benz treibt die Transformation zur E-Mobilität mit großen Schritten voran. Nach der Weltpremiere des E-Auto-Flaggschiffs EQS im vergangenen Jahr hat der Autohersteller mit der Business-Limousine EQE und der SUV-Version des EQS zwei weitere Modelle auf der E-Auto-Plattform „EVA2“ (Electric Vehicle Architecture) vorgestellt. Bei der Automesse IAA in München hatte Mercedes-Benz im Jahr 2021 mit dem Concept EQG einen ersten Ausblick auf eine vollelektrische G-Klasse geboten. Der beliebte Geländewagen soll als Stromer mit einer völlig neuen Batterietechnologie angetrieben werden.

Mercedes-Benz EQG: Verkauf der elektrischen G-Klasse soll Anfang 2024 starten

Bei den meisten modernen E-Autos kommen Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Für die Produktion der Akkus werden neben Lithium auch Rohstoffe wie Kobalt und Nickel verwendet. Mercedes-Benz kündigte am Dienstag (17. Mai) in einer Pressemitteilung an, künftig mit Sila, einem Unternehmen für „Batteriematerialien der nächsten Generation“, zusammenarbeiten zu wollen. Die Siliziumanoden-Batterien des US-Unternehmens sollen bei der kommenden elektrischen G-Klasse EQG von Mercedes zum Einsatz kommen.

Mercedes-Benz konzentriert sich aufgrund der anhaltenden Chipkrise und der Lieferprobleme durch den Ukraine-Krieg seit einiger Zeit verstärkt auf die Produktion von hochpreisigen Modellen. Das schließt neben den Limousinen S- und E-Klasse auch den Geländewagen G-Klasse ein. Das Modell von Mercedes ist derart beliebt, dass Kunden die G-Klasse bis 2024 nicht mehr bestellen können. Auf den ersten Blick ist eine Elektrifizierung des großen, schweren Geländewagens trotz der fortschreitenden Technik möglicherweise noch immer befremdlich.

Bei der Weltpremiere der noch aktuellen G-Klasse von Mercedes-Benz im Januar 2018 entlockte Schauspiel-Ikone Arnold Schwarzenegger dem damaligen Chef des Stuttgarter Konzerns, Dieter Zetsche, ein mehr oder weniger verbindliches Versprechen. Die bevorstehende Elektrifizierung aller Modellreihen werde selbstverständlich auch die G-Klasse mit einschließen, sagte der Vorgänger des heutigen Mercedes-Chefs Ola Källenius damals. Dieses Versprechen nimmt nun immer konkretere Züge an. Der Verkaufsstart des EQG ist für Anfang 2024 angesetzt, das Modell soll erstmals mit der Zellchemie von Sila ausgestattet auf den Markt kommen.

Mercedes-Benz: Sila soll mit Zellchemie helfen, „zukünftige Generation von Luxusfahrzeugen anzutreiben“

In Bezug auf den technischen Aspekt der E-Autos hat sich in den vergangenen Monaten viel getan. Die Hersteller rüsten die Modelle mit immer mehr Reichweite aus und verringern im Gegenzug die Ladezeiten. Im Vergleich zu herkömmlichen Formaten ermögliche die Technologie von Sila eine 20- bis 50-prozentige Steigerung der Energiedichte, heißt es in der Pressemitteilung. Mercedes könne damit die elektrische G-Klasse EQG mit einer höheren Reichweite ausstatten.

„Wir freuen uns, dass wir mit Sila einen führenden Partner haben, der uns mit seiner innovativen Anodentechnologie dabei helfen wird, unsere zukünftige Generation von elektrischen Luxusfahrzeugen anzutreiben“, erklärt Mercedes-Entwicklungschef Markus Schäfer. Das Erreichen einer derart hohen Energiedichte sei bahnbrechend und erlaube es, bei der Entwicklung künftiger E-Auto-Modelle in eine völlig neue Richtung zu denken. Demnach soll die Batterietechnologie von Sila zunächst in der angekündigten elektrischen G-Klasse zum Einsatz kommen und nachfolgend auch in weiteren neuen E-Auto-Modellen von Mercedes-Benz. „Unsere Partnerschaft mit Sila ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg, die begehrenswertesten elektrischen Luxusautos zu bauen“, sagt Schäfer.

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