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„Nur Anfang einer neuen Ära“: Mercedes-Benz komplettiert E-Auto-Quartett mit neuem EQE SUV

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Von: Julian Baumann

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Mit dem neuen EQE SUV hat Mercedes-Benz das vierte und finale E-Auto-Modell auf Basis der Architektur „EVA 2“ vorgestellt. Das ist aber erst der Anfang.

Stuttgart - Nachdem die ersten E-Auto-Modelle von Mercedes-Benz, die SUV EQA und EQC, noch auf einer umgerüsteten Verbrenner-Architektur basierten, startete der Stuttgarter Autokonzern mit der Weltpremiere des Flaggschiffs EQS endgültig ins E-Auto-Zeitalter. Bereits bei der Premiere der elektrischen S-Klasse verkündete Mercedes, dass auf Basis der neu geschaffenen Architektur „EVA 2“ (Electric Vehicle Architecture) insgesamt vier Modelle der Sub-Marke Mercedes-EQ auf den Markt kommen sollen. Mit der digitalen Weltpremiere des EQE SUV präsentierten die Schwaben am Sonntag, 16. Oktober, das vierte und finale Fahrzeug des Quartetts.

Nach der Luxus-Limousine EQS und der kleineren Business-Limousine EQE präsentierte Mercedes-Benz im April die SUV-Version des EQS, der folgerichtig die SUV-Version des „kleinen Bruders“ folgt. Der Autobauer bezeichnet das EQE SUV in einer Pressemitteilung zur Weltpremiere als „Vielzweck-Variante der Business-Limousine“ und als „dynamischer“ als das EQS SUV. Als viertes Modell der aktuellen Modellreihe bietet das EQE SUV optisch und leistungstechnisch zwar keine großen Überraschungen, ein paar Neuerungen bringt das neueste Elektrofahrzeug mit dem Stern dann aber doch mit.

Mercedes-Benz präsentiert mit dem EQE SUV die konsequente Fortsetzung der EQ-Familie

Bei der Weltpremiere des EQS SUV vor wenigen Monaten hieß es von Mercedes-Benz bereits, das Fahrzeug „definiert ein ganzes Segment neu“. In dieses neu definierte Segment fügt sich das kleinere EQE SUV, das mit einer Länge von 4,86 Metern auch das kürzeste der vier E-Auto-Modelle ist, nahtlos ein. Die Optik orientiert an die inzwischen bereits gewohnte Designsprache von Mercedes-EQ, führt laut der Mitteilung das „Gesicht der neuen Fahrzeuggeneration“ aber konsequent fort. Obwohl das neueste Modell kürzer ist als die vorangegangenen, bietet das EQE SUV einen Stauraum von 520 bis 1.675 Litern, je nach Ausstattung. Das wird durch die Höhe des Fahrzeugs von 1,69 Metern ermöglicht.

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Der Mercedes-EQE SUV bei der Fahrt.
Mit dem EQE SUV komplettiert Mercedes-Benz das E-Auto-Quartett auf Basis der Architektur „EVA 2“. © Mercedes-Benz AG – Communication

Ein Aspekt, auf den bei der Vorstellung eines neuen E-Autos noch immer besonderes Augenmerk gelegt wird, ist die elektrische Reichweite. Mit einer maximalen Reichweite von 590 Kilometern kommt das EQE-SUV zwar weniger weit als das größere EQS SUV (bis zu 660 Kilometern), dafür ist das Fahrzeug aber auch wendiger und agiler. Dafür sorgen laut der Mitteilung eine Vierlenker-Achse vorne und eine Raumlenkerachse hinten, die das EQE SUV bereits mit Basis-Set-up besonders wendig machen. Mercedes-Benz-typisch kann das neueste Familienmitglied aber natürlich in nahezu allen Funktionen auch individuell angepasst werden. So ist auf Wunsch beispielsweise der MBUX Hyperscreen verfügbar.

Mercedes-Benz führt E-Auto-Modellpalette zur Konklusion - drei neue Architekturen für 2025 geplant

Das EQE-SUV von Mercedes-Benz ist keine bahnbrechende Neuerung wie seinerzeit der EQS, das soll das elektrische SUV aber auch gar nicht sein. „Der EQE SUV ist die Vielzweck-Variante der Business-Limousine EQE, wie diese mit den wesentlichen Innovationen des EQS erhältlich und dabei dynamischer als der EQS SUV“, erklärte Oliver Röckert, Chefingenieur der großen Fahrzeuge von Mercedes-Benz. „Also ein Familienmitglied mit besten Eigenschaften und für jeden Anlass.“ Auch im Netz sind die User vom neuesten Mitglied der EQ-Familie durchaus überzeugt, was Kommentare wie „Sensationell“, „Mega“ oder „Wow, schönes Auto“ zeigen.

Sicht auf Lenkrad und MBUX Hyperscreen im Mercedes-EQE SUV.
Sowohl im Exterieur als auch im Interieur des EQE SUV sind individuelle Anpassungen möglich. Auf Wunsch kommt das neueste E-Auto mit dem Stern auch mit dem MBUX Hyperscreen. © Mercedes-Benz AG – Communication

Vereinzelt gibt es auf Facebook aber auch kritische Kommentare. „Nichts Neues, sieht aus wie ein Audi“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer ist dagegen der Meinung, dass sich Mercedes-Benz in eine falsche Richtung entwickele. Mit der Weltpremiere des EQE SUV präsentierte der Weltkonzern aus Stuttgart aber die logische Konklusion der ersten E-Auto-Modellpalette und komplettierte so das Quartett auf Basis von „EVA 2“. Für die Marke mit dem Stern ist das aber erst der Anfang. „Im Jahr 2025 wird Mercedes-Benz drei neue Elektro-Architekturen einführen“, sagte Oliver Röckert. Die neue Plattform für „wettbewerbsfähige E-Autos“ soll auch Verbrenner unterstützen.

Ende des Jahrzehnts will Mercedes-Benz dann überall da, wo es die Marktbedingungen zulassen, vollelektrisch sein. „Die aktuelle Modellpalette von EQA bis EQS SUV bildet also nur den Anfang einer neuen Ära“. Als nächstes Modell in der EQ-Familie wurde bereits eine elektrische G-Klasse als „Concept EQG“ präsentiert. Die finale Version des EQG soll laut Konzernchef Ola Källenius bereits 2024 auf den Markt kommen und dann offenbar bereits auf einer neuen Architektur basieren.

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