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Mercedes-Kunde bietet sich nach Problemen als Testfahrer an - „Nur vom Meckern ändert sich nichts“

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Von: Julian Baumann

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Ein blaues Mercedes-AMG E-Klasse Cabriolet bei einer Testfahrt am Lausitzring.
Nach Problemen mit seiner E-Klasse will sich ein Mercedes-Kunde als Testfahrer beziehungsweise Produkttester bewerben. © Mercedes - Benz - Global Communications

Ein Kunde von Mercedes-Benz hatte offenbar Probleme mit seiner E-Klasse. Auf Facebook bot er sich kurzerhand als Testfahrer für den Autobauer an.

Stuttgart - Die Modelle von Mercedes-Benz stehen für eine hohe Qualität und eine gute Verarbeitung. Dennoch haben auch die weltbekannten Autos mit Stern stellenweise Probleme, mit denen sich die Kunden rumschlagen müssen. Auf Facebook richten sich manche Autofahrer an den Traditionskonzern aus Stuttgart, da sie Ärger mit dem Kundenservice haben. Einem Mercedes-Kunden wurde beispielsweise trotz Rostgarantie die Reparatur verweigert und ein anderer Mercedes-Kunde wartete über zwei Monate auf eine Reparatur seines Modells.

Ein weiterer Kunde von Mercedes-Benz hatte nach eigenen Angaben viele Probleme mit seiner E-Klasse. Die Fahrzeugreihe gilt als meistverkauftes Auto des Herstellers. Bis 2023 können Kunden das meistverkaufte Mercedes-Modell nicht mehr bestellen. Der Konzern bereitet derzeit den Wechsel auf die kommende neue Generation vor. Eben weil er mit seiner E-Klasse mehrere Probleme hatte, bot der Kunde über Facebook an, für die neue Generation als Testfahrer beziehungsweise Produkttester zu fungieren.

Mercedes-Benz-Kunde will sich auf nicht mehr aktueller Karriereseite als Produkttester bewerben

Während viele Kunden auf der Facebook-Seite von Mercedes-Benz über Probleme mit ihren Autos klagen, schlägt ein User zumindest eine potenzielle Lösung vor. „Hey Mercedes“, schreibt er. „Ich hatte leider viel zu viele Probleme mit meiner E-Klasse, und wollte mich nun initiativ bei euch als Produkttester für die nächste Generation bewerben, da es schade ist, dass das Produkt so auf die Kunden los gelassen wird.“ Darunter postete er ein Bild von der Karriereseite, die zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht erreichbar war. „Gibt es einen direkten Kontakt?“, fragt er.

Produkttester oder Testfahrer für Mercedes-Benz zu werden, ist wohl der Traum vieler Autofans. Ganz so ohne Weiteres ist das aber nicht möglich. „Wir finden es sehr schade, dass du so viele Probleme mit deinem Mercedes-Benz hast“, schreibt das Unternehmen als Antwort. „Bevor du dich als Produkttester bewirbst, wäre es vielleicht eine Idee, mit dem Kundenservice zu sprechen, damit die Kollegen dir dabei helfen können, eine Lösung zu finden.“

Der Screenshot des Kunden zeigt, dass er nach der Karriereseite der Daimler AG, dem Konzern, den es so nicht mehr gibt, gesucht hatte. Nach der Umbenennung in die Mercedes-Benz Group AG ist die Karriereseite dementsprechend auch unter dem Namen Mercedes-Benz zu finden.

Mercedes-Kunde mit Lösungsansatz statt Beschwerde: „Nur vom meckern ändert sich nichts“

Nach eigenen Angaben will der Kunde von Mercedes-Benz einen Lösungsansatz bieten, statt sich nur über Probleme seiner E-Klasse zu beschweren. „Ich hatte schon diversen Kontakt. Unter anderem auch in Rücksprache mit anderen ‚Leid geplagten‘ (Ex-) Besitzern“, schreibt er. „Aber wie heißt es so schön, nur vom Meckern ändert sich nichts. Daher die Bewerbung.“ Eine Initiativbewerbung könne im Karriereportal des großen Autobauers leicht untergehen, vermutet der Kunde. Deshalb bittet er erneut um eine direkte Kontaktmöglichkeit.

Eine Initiativbewerbung ist bei Mercedes-Benz ohnehin nicht möglich, schreibt das Unternehmen als Antwort auf die erneute Anfrage. „Jedoch hilft dir unser Career Team hiermit sehr gerne weiter.“ Ein Headhunter verriet, was Mercedes-Mitarbeiter verdienen. Seit einiger Zeit baut der schwäbische Autokonzern aufgrund von Altlasten und der Transformation zur E-Mobilität allerdings massiv Stellen ab.

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