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Mercedes-Chef macht Ansage: Dominanz der E-Autos ist nicht aufzuhalten

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Von: Valentin Betz

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Ola Källenius
Mercedes-Vorstand Ola Källenius räumt Schwierigkeiten mit den Rohstoffkapazitäten für E-Autos ein. Er glaubt allerdings nicht daran, dass diese die Dominanz der E-Mobilität aufhalten können. © Mladen Lackovic / IMAGO

Mercedes-Benz setzt künftig nur noch auf E-Autos, das ist bereits bekannt. Wie ernst der Konzern das meint, hat CEO Ola Källenius nun erneut unterstrichen.

Stuttgart - Die Mercedes-Benz AG stand lange ausschließlich für Autos mit Verbrennermotor. Zudem baute der Konzern aus Stuttgart hauptsächlich Fahrzeuge, die nicht gerade durch sparsamen Verbrauch und Umweltfreundlichkeit bestachen. Noch hat der Fahrzeughersteller zwar derlei Modelle in der Flotte, die Zukunft gehört bei Mercedes-Benz aber dem E-Auto.

Schon seit geraumer Zeit hat sich das Unternehmen auf eine reine E-Auto-Strategie festgelegt. Trotzdem schien das vielen einfach zu unglaublich, immer wieder gab es Zweifel. Mercedes-Vorstand Ola Källenius hat diese in einem Gespräch mit der Zeit nun ein für alle Mal ausgeräumt. „Wir haben uns als Konzern endgültig positioniert“, erklärte er. Zwar sieht er auf die E-Mobilität noch Probleme zurollen. Den Siegeszug der E-Autos wird das aber nicht aufhalten.

Mercedes-Benz AG: Vorstand Ola Källenius betont bewusste Entscheidung für das E-Auto

Kritiker könnten nun nach wie vor anbringen, dass Fahrzeugherstellern wie Mercedes-Benz aufgrund politischer Beschlüsse kaum eine andere Wahl bliebe, als künftig auf E-Autos zu setzen. Auch das lässt Vorstand Ola Källenius nicht gelten. „Diesen Systemwechsel vollziehen wir, nicht weil wir das müssen, sondern weil wir das wollen“, betont er. Allgemein sieht er im Wandel zur E-Mobilität nicht wie von vielen befürchtet ein Trauma, „sondern eine Chance“.

Mercedes-Benz dürfte dabei auch zugutekommen, dass E-Autos in Deutschland immer größer werden. Obwohl der Fahrzeughersteller aus Stuttgart auch kleinere Autos in der Flotte hat, baut Mercedes viele SUVs, die bei den Kunden gut ankommen. Während die gesellschaftliche Debatte meist von der Akzeptanz von E-Autos geprägt ist, beschäftigen Fahrzeughersteller noch ganz andere Probleme. Selbst Ola Källenius gibt zu, dass diverse Rohstoffe bei der Herstellung von E-Autos Schwierigkeiten machen. Der Mercedes-Vorstand hält diese Aufgabe aber für lösbar.

Rohstoffe für E-Autos: Mercedes-Benz glaubt trotz Mangel an den Siegeszug

E-Autos bestehen aus zahlreichen Rohstoffen, die nicht unbedingt immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Zuletzt kriselte es diesbezüglich an zahlreichen Fronten. Engpässe beim Aluminium brachten die Produktion der gesamten Autobranche in Gefahr. Damit nicht genug, bereitete ein Material für die Batterien von E-Autos Herstellern wie Mercedes-Benz Kopfzerbrechen. Denn die Zukunft des E-Autos sieht einer stockenden Produktion entgegen, was das seltene Kobalt angeht.

Mercedes-Vorstand Ola Källenius betrachtet diese Engpässe allerdings weitestgehend entspannt. „Es gibt Szenarios, in denen verschiedene Rohstoffe knapp werden können“, erklärt er der Zeit. Er glaubt deshalb auch daran, dass Minen und Raffinerien zunächst die Nachfrage nicht bewältigen können. Insgesamt glaubt er aber weiter an den Siegeszug des E-Autos. Die Rohstoffkapazitäten seien allenfalls „eine Verzögerung, aber keine Verhinderung der E-Mobilität.“

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