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„EQ wird bestehen bleiben“: Mercedes-Benz bezieht Stellung zu Spekulationen um Zukunft der E-Auto-Marke

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Von: Julian Baumann

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Mercedes-Benz will ab 2030 nur noch E-Autos anbieten und könnte die Bezeichnung EQ damit streichen. Entsprechende Spekulationen bestätigte der Autokonzern auf BW24-Anfrage aber nicht.

Stuttgart - Bereits vor zwei Jahren kündigte Mercedes-Benz an, bis Ende der Dekade bereit für das vollelektrische Zeitalter zu sein. Seitdem erklärte der Stuttgarter Autobauer immer wieder, ab 2030 überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen, vollelektrisch sein zu wollen. Der Traditionskonzern hat Ende des vergangenen Jahres mit der Ankündigung des EQE SUV das E-Auto-Quartett komplettiert und bereits eine große Auswahl an Modellen der seit 2019 bestehenden Submarke Mercedes-EQ im Angebot.

Aufgrund der langen Unternehmensgeschichte von Mercedes-Benz, die bis auf die Erfindung des Automobils zurückreicht, sind die traditionellen Modellbezeichnungen geläufiger als die neueren. Dementsprechend wird das E-Auto-Flaggschiff EQS auch als elektrische Version der S-Klasse und die Business-Limousine EQE als elektrische Version der E-Klasse angesehen. Gemäß dem Switch von „electric first“ zu „electric only“ zum Ende der Dekade müsste es aber nur noch eine S-Klasse und eine E-Klasse geben – die dann eben elektrisch sein werden.

Mercedes-Benz will bis 2030 voll elektrisch sein – Submarke EQ soll dementsprechend angepasst werden

Die großen Submarken von Mercedes-Benz stehen alle für bestimmte Aspekte, die die Modelle von der Kernmarke unterscheidet. Mercedes-AMG für Sportlichkeit und hohe Performance, Mercedes-Maybach für besonders luxuriöse Derivate und Mercedes-EQ eben für vollelektrische Fahrzeuge. Wie das Handelsblatt nach eigenen Angaben aus Konzernkreisen erfahren hat, soll der Zusatz EQ bereits 2024 bei allen vollelektrischen Neuwagen entfallen. Die neue Generation des EQS wäre damit schlicht die neue S-Klasse, da Mercedes-Benz den Verbrennern ohnehin abschwören will.

Ein Mercedes-AMG EQS wird an einer Ladesäule geladen.
Unter der Submarke Mercedes-EQ bündelt Mercedes-Benz seit 2019 die E-Auto-Modelle des Konzerns. © Mercedes-Benz AG - Global Communication

Obwohl ein solcher Schritt auf dem Papier natürlich Sinn macht, da man als reiner E-Autobauer keine Submarke für E-Autos braucht, will Mercedes-Benz auch in Zukunft auf die Marke Mercedes-EQ setzen, erklärte ein Konzernsprecher gegenüber BW24. „Mit dem Anspruch bis Ende 2030 überall da, wo es die Marktbedingungen zulassen, vollelektrisch zu sein, wird es so sein, dass wir die Submarke EQ anpassen werden“, sagte er. „Die Submarke wird aber bestehen bleiben.“ Für genauere Details zu den Anpassungen sei es aber noch deutlich zu früh.

Mercedes-Benz kündigte elektrische C-Klasse an, die wohl nicht EQC heißen wird

Obwohl die Submarke Mercedes-EQ bereits vor 2019 – und damit noch vor dem Amtsantritt von Ola Källenius als Konzernchef – angekündigt worden war, kam das erste Modell EQC 2019 auf den Markt. Im Gegensatz zu den auf reinen E-Auto-Architekturen basierenden Limousinen EQS und EQE, die tatsächlich als elektrische Versionen ihrer Verbrenner-Pendants angesehen werden können, gestaltet sich das bei den ersten EQ-Modellen anders. Der EQC ist nämlich keine elektrische C-Klasse, sondern ein SUV; dasselbe gilt für den kleineren EQA.

Eine wirkliche elektrische C-Klasse wurde vor wenigen Monaten allerdings angeteasert und soll auf Erfahrungen mit dem Forschungsfahrzeug EQXX aufbauen. Wie dieses E-Auto dann heißen wird, bleibt abzuwarten und auch für die kommende elektrische G-Klasse hat Mercedes-Benz noch keinen Namen bestätigt. Auch wenn die Submarke EQ bestehen bleibt, könnte der elektrische Geländewagen schlicht G-Klasse getauft werden.

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