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„Fürstlich“: Annalena Baerbock lässt sich in Mercedes EQS chauffieren

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Von: Sina Alonso Garcia

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Um ihrer Linie treu zu bleiben, setzen einige Mitglieder der neuen Bundesregierung bei ihren Dienstwagen auf E-Autos. Außenministerin Annalena Baerbock hat sich die vollelektrische Luxuslimousine EQS ausgesucht.

Berlin - Hier spielt der Preis keine Rolle: Die Kabinettsmitglieder der neuen Bundesregierung dürfen sich ihre Dienstwagen nach eigenen Vorlieben aussuchen. Während Kanzler Olaf Scholz (SPD) sich für eine Protz-S-Klasse von Mercedes entschied (547.400 Euro), setzen seine Minister voll auf E-Autos - und bleiben damit dem umweltfreundlichen Kurs der Ampel treu. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) lässt sich beispielsweise im Audi e-tron (ab 69.100 Euro) chauffieren. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) wählte die Mercedes-Luxuslimousine EQS (ab 97.806 Euro), wie die Automobilwoche berichtet.

Die Reaktionen auf die Dienstwagen der Kabinettsmitglieder fallen gemischt aus. Auf die Meldung der Automobilzeitung auf Facebook, dass Annalena Baerbock jetzt EQS fährt, reagierten einige Nutzer verärgert. „Frau Baerbock muss ja nicht mit einem Durchschnittsgehalt von 1.500 Euro auskommen, wie ein Großteil der Arbeitnehmer“, ätzt ein Nutzer in der Kommentarspalte. „Sie wird ja fürstlich entlohnt von den Steuerzahlern, denen von ihrem Gehalt nicht so viel übrig bleibt. Das nenne ich Dekadenz der Eliten.“

Teure Luxusautos der Regierungsmitglieder: „Nackenschlag für jeden Bürger, der eine gute Ausbildung hat“

Ein weiterer Nutzer bezeichnet die teuren Autos der Regierungsmitglieder als „Nackenschlag für jeden Bürger, der eine gute Ausbildung hat.“ Deutlich diplomatischer sieht es ein anderer Kommentator: „Also ich möchte, dass die Politiker gut, sicher, bequem und ausgeruht zu ihren Terminen kommen“, schreibt er. „Die Terminkalender der Politiker sind brechend voll und sie müssen wirklich viel leisten.“ Dass Politiker wie Baerbock vom Verbrenner aufs Elektroauto umsteigen, hält er für ein gutes Zeichen.

Annalena Baerbock steigt aus einem Wagen
Außenministerin Annalena Baerbock wird ab sofort in einer Luxus-Elektro-Limousine befördert (Symbolbild). © Kay Nietfeld/dpa

Nachdem die S-Klasse von Kanzler Olaf Scholz gepanzert ist, stellt sich auch bei den Kabinettsmitgliedern die Frage nach gepanzerten Fahrzeugen. Ob ein gepanzerter Mercedes-EQS möglich wäre, fragte die BILD einen Sicherheitsexperten von Mercedes. „Wir sind dran“, heißt es von diesem. „Kurzfristig wird es aber keinen gepanzerten EQS geben.“ Die Panzerung des EQS sei nicht ganz so einfach. „Der Schutz der Batterien macht die Konstruktion noch einmal deutlich schwieriger“, so der Experte.

Mercedes EQS: Panzerung bislang schwierig

Der Grund, wieso die Panzerung von Elektroautos so schwierig ist: Die Akkus - ohnehin ein sensibles Bauteil bei E-Autos - sitzen am Unterboden und müssen beispielsweise vor Explosionen speziell geschützt werden. Außerdem stellt das Gewicht der Akkus ein Problem dar. Sie alleine wiegen schon schwer. Gemeinsam mit einem Panzer würde das Gesamtgewicht des Fahrzeugs auf viele Tonnen steigen.

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