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Porsche-Schwester Lamborghini trifft Entscheidung, die alle Modelle für immer verändern wird

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Von: Julian Baumann

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Ein Huracán EVO RWD Spyder von Lamborghini.
Lamborghinis erstes E-Auto soll ein Crossover werden. Die Supersportwagen werden nur Teilelektrifiziert (Symbolbild). © Lamborghini

Die Porsche-Schwester Lamborghini hat ihre E-Auto-Pläne offenbart. Die ersten batteriebetriebenen Modelle der Italiener sollen aber keine Sportwagen sein.

Stuttgart/Sant’Agata Bolognese - Der VW-Konzern setzt wie die anderen großen deutschen Autobauer Mercedes-Benz und BMW immer stärker auf E-Autos. Die VW-Tochter Porsche AG hat inzwischen mehrere Modelle der vollelektrischen Sportwagenfamilie Taycan auf den Markt gebracht und auch der Macan ist elektrifiziert worden. Neben Porsche gehört auch der italienische Sportwagenbauer Lamborghini zum VW-Konzern. Das Unternehmen aus Sant‘Agata Bolognese hat kürzlich seine Pläne für die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte offenbart.

Während die Porsche AG mit dem Taycan beim ersten vollelektrischen Modell auf einen Sportwagen setzte, will Lamborghini zunächst einen anderen Weg einschlagen. Stephan Winkelmann, der deutsche Chef von Lamborghini, der zudem auch die VW-Tochter Bugatti leitet, sagte im Interview mit dem britischen Nachrichtenportal Autocar: „Wenn es um das erste vollelektrische Auto geht, ist es klar, dass unser Ansatz klar und vorausschauend ist.“

Porsche-Schwester Lamborghini: Erstes E-Auto wird ein Crossover

Die Luxusmarke Lamborghini steht wie auch Porsche für leistungsstarke Sportwagen. Das Unternehmen, das bereits seit 1998 als Teil der Audi AG zum VW-Konzern gehört, baut wie die Stuttgarter neben den Sportwagen auch große SUVs. Das erste E-Auto des Unternehmens soll ein viersitziger Crossover im Stil eines Modells der Schwester-Marke Bentley werden. „Die Idee ist, dass das Modell mehr Bodenfreiheit als ein normales Auto haben soll“, sagte CEO Stephan Winkelmann. „Es gibt aber noch keine klare Entscheidung.“ Das erste E-Auto von Lamborghini soll laut Autocar im Jahr 2028 auf den Markt kommen.

Laut dem Lamborghini-Chef steht bislang auch noch nicht genau fest, welche Elemente des ersten E-Autos man selber herstellen werde und welche vom Mutter-Konzern VW kommen. Das Schwester-Unternehmen Bentley setzt bei seinem ersten batteriebetriebenen Modell auf die von Audi und der Porsche AG entwickelte Architektur PPE für besonders hochwertige E-Autos. Die Architektur würde sich demnach auch für Lamborghini anbieten. Laut Winkelmann soll das erste E-Auto von Lamborghini ein Crossover werden, damit in den anderen Segmenten zunächst weiterhin Sportwagen-Enthusiasten angesprochen werden.

Sportwagen von Lamborghini könnten mit Kraftstoff angetrieben werden, an dem Porsche arbeitet

Nach dem Crossover kündigte der Lamborghini-Chef laut Autocar die Elektrifizierung des größeren SUV Urus an. „Nach dem Hybridauto wird der Urus vollständig elektrifiziert sein“, erklärte der Manager. Dieses Modell soll ab 2029 komplett ohne Verbrenner und somit als vollelektrisches Fahrzeug auf den Markt kommen. Auch in diesem Fall könnte die Architektur PPE von Porsche und Audi zum Einsatz kommen. Insgesamt will sich Lamborghini aber weiterhin auf die Supersportwagen konzentrieren, für die der italienische Hersteller seit jeher bekannt ist.

Die Sportwagen von Lamborghini sollen in naher Zukunft maximal teilelektrisch werden und damit ebenfalls als Plug-in-Hybride angeboten werden. Stephan Winkelmann sagte, er könne sich vorstellen, dass bei diesen Modellen auch länger noch Verbrennermotoren zum Einsatz kommen. „Es könnte sein, dass wir im Bereich der Supersportwagen eine längere Periode der Hybridisierung haben, wenn dies durch die Homologation, die Nachhaltigkeitsregeln und vielleicht durch synthetische Kraftstoffe erlaubt ist.“ Damit könnten die Italiener einen ähnlichen Ansatz verfolgen wie die Porsche AG. Porsche produziert in einer Pilotanlage in Chile grünen Wasserstoff, um den Verbrenner zu retten.

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