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Viele Autofahrer wissen nicht, dass ihr Auto einen „versteckten“ Flaschenöffner an Bord hat

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Von: Julian Baumann

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In Deutschland ist es während der Fahrt erlaubt, am Steuer Bier zu trinken.
In Deutschland ist es während der Fahrt erlaubt, Bier zu trinken. Dass nahezu alle Automodelle auch einen „versteckten“ Flaschenöffner haben, ist weniger bekannt. (Symbolfoto) © WavebreakmediaMicro/Imago

Der Zigarettenanzünder im Auto ist wohl jedem bekannt. Dass nahezu jedes Modell auch einen „versteckten“ Flaschenöffner hat, wissen viele aber nicht.

Stuttgart - In modernen Autos ist immer mehr Software verbaut, die das Fahren einfacher und auch sicherer gestalten soll. Der „Dog Mode“ von Tesla soll eingeschlossene Tiere beispielsweise vor Hitze bewahren. Zudem bieten die Modelle von Mercedes-Benz, Tesla und Co. auch Entertainmentsysteme mit einer Vielzahl an Möglichkeiten. Da es noch keine Software gibt, die eine Flasche mit Kronkorken öffnen kann, müssen sich Autofahrer etwas anderes einfallen lassen.

Wer nicht gerade einen Flaschenöffner, ein Feuerzeug oder einen anderen Gegenstand zum Öffnen einer Flasche parat hat, kann auf einen „versteckten“ Flaschenöffner zurückgreifen, von dem viele Autofahrer wahrscheinlich gar nichts wissen. Genauer gesagt verfügt nahezu jedes Auto sogar über mehrere Flaschenöffner. Das ist gut zu wissen, schließlich ist in Deutschland sogar das Biertrinken am Steuer erlaubt, solange man unter der Promillegrenze bleibt.

Bevor man das Interieur des Autos zerkratzt - „versteckter“ Flaschenöffner schafft Abhilfe

Um eine Flasche mit Kronkorken zu öffnen, gibt es, neben dem klassischen Flaschenöffner, viele Möglichkeiten, die meistens auf das Hebelsystem vertrauen. Mit einem Feuerzeug lässt sich eine Flasche beispielsweise aufhebeln, wenn man die richtige Technik dafür kennt. Unter Umständen gibt das Plastikfeuerzeug aber vor der Flasche nach und man kommt wieder nicht in den Genuss seines Getränkes. Eine andere Möglichkeit ist, die Flasche an einer Ecke oder einer Kante zu öffnen. Gerade in einem Auto sollte man dabei aber vorsichtig sein, da durch eine solche Aktion schnell das Interieur verkratzt und beschädigt werden kann.

Glücklicherweise sind solche Aktionen auch nicht notwendig, wenn man im Auto eine Flasche öffnen möchte. Die „versteckten“ Flaschenöffner, die sich nahezu in jedem Modell finden, sehen tatsächlich auch aus wie Flaschenöffner, auf diesen Gebrauch kommen aber wohl nur die wenigsten. Die kleinen, meist rechteckigen Löcher in den Gurtschnallen eignen sich nämlich optimal, um problemlos und ohne Beschädigung Flaschen zu öffnen. Natürlich sollten sich Fahrer und Passagiere bei der Fahrt nicht extra abschnallen, um diese Möglichkeit zu nutzen. Steht der Wagen still, sind die Gurtschnallen als Flaschenöffner aber sehr praktisch.

Bei der Fahrt sollte der „versteckte“ Flaschenöffner nicht verwendet werden

Da nahezu jedes Automodell, egal ob Smart Fortwo oder große Luxus-Limousine, mindestens zwei Gurte hat, sollte das Problem, dass Flaschen mit Kronkorken nicht geöffnet werden können, fortan der Vergangenheit angehören. Während der Fahrt sollte die Gurtschnalle allerdings die Funktion erfüllen, für die sie eigentlich vorgesehen ist: Fahrer und Passagiere bei einem Unfall schützen. Interessant zu wissen ist, dass Sicherheitsgurte erst seit 1974 in Neuwagen verbaut werden müssen und auf den hinteren Sitzreihen sogar erst seit 1979.

Eine Anschnallpflicht gilt laut anwalt.de seit 1976 im Straßenverkehr. Oldtimer, die von Werk aus eben keine Gurte verbaut haben, sind auch noch heute von dieser Pflicht ausgenommen. Ein Stuttgarter Bahn-Fahrgast entdeckte ebenfalls einen „schlauen Trick“, den „kaum jemand“ nutzt. Er entdeckte in einer Bahn in der Schwaben-Metropole einen Gurt, der an einem Sitz festgemacht war, und fragte die Community auf Jodel nach der Funktion.

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