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„E-Autos sind eine Katastrophe“: Rallye-Legende Walter Röhrl schießt gegen Politik

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Von: Sina Alonso Garcia

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Walter Röhrl sitzt in einem Auto.
Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl hält Elektroautos nicht für Heilsbringer - und macht daraus keinen Hehl. © Timm Schamberger/dpa

Während die Politik die Entwicklung von Elektroautos vorantreibt, warnt Ex-Rallye-Fahrer Walter Röhrl vor Schnellschüssen. Statt E-Autos setzt er auf alternative Kraftstoffe.

Sankt Englmar - Walter Röhrl trat während seiner aktiven Rennfahrzeit in den 70er und 80er Jahren nur selten auf die Bremse. Beim Thema E-Auto legt er jetzt aber eine Vollbremsung hin. Statt Elektroautos zu glorifizieren, rät der ehemalige Rallye-Fahrer der Politik, sich mehr auf synthetische Kraftstoffe zu konzentrieren, die seiner Meinung nach deutlich zielführender für die klimaneutrale Zukunft der Automobilindustrie seien. An den sogenannten „E-Fuels“ forscht aktuell zum Beispiel Autobauer Porsche.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 9.02.2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

„Dass die Deutschen und die Europäer sagen, wir müssen jetzt alles elektrifizieren und unsere Autos bald stehen lassen, das wird nichts werden“, sagt Walter Röhrl im Video-Interview mit eFuel-Today. „Die Politik muss eine faire Verteilung der Investitionen betreiben, damit nicht nur in Richtung Elektro entwickelt wird, sondern auch in Richtung der Herstellung synthetischer Kraftstoffe.“

Walter Röhrl: „Für das, was ich unter Autofahren verstehe, werden E-Autos nie eine Lösung sein“

Zwar glaubt Röhrl, dass Menschen in der Stadt in Zukunft Elektroauto fahren werden. „Aber für das, was ich unter Autofahren verstehe - dass ich ins Auto steige und 800 Kilometer fahre - da wird das Elektroauto nie eine Lösung sein“, so Röhrl gegenüber dem Motorsport-Magazin. „Außerdem ist es umweltpolitisch eine Katastrophe.“ An alternativen Kraftstoffen führt seiner Meinung nach kein Weg vorbei.

Auch an den Fahrern von E-Autos lässt Röhrl bei seiner Kritik kein gutes Haar: „Leute, die sich heutzutage einen Tesla kaufen, sind für mich wie eine Sekte. Mit denen kannst du nicht diskutieren.“ Die entsprechenden Personen halte er für „mangelhaft informiert.“ Dass die Politik, die „keine Ahnung von nichts“ habe, das Elektroauto zum „Sieger erkoren“ habe und gleichzeitig die Entwicklung der Brennstoffzelle, des Verbrennungsmotors und des synthetischen Kraftstoffs vernachlässige, kann er nicht nachvollziehen.

Ex-Rallye-Fahrer Walter Röhrl erhält Zuspruch für seinen Standpunkt

Mit seiner kritischen Sichtweise auf Elektroautos trifft Röhrl offenbar den Nerv vieler Youtube-Nutzer. Einige Kommentatoren loben unter den Videos seinen Standpunkt. „Genau auf den Punkt gebracht“, schreibt jemand. „Ich vertraue ebenfalls auf synthetische Kraftstoffe und Alternativen wie Brennstoffzelle“, bekräftigt ein weiterer.

Noch sieht es in Sachen alternative Kraftstoffe in der Tat eher mau in der Automobilbranche aus. Als einziger namhafter Autohersteller setzt Porsche im großen Stil auf E-Fuels. Mercedes-Benz hingegen sieht E-Fuels bislang nicht als Alternative zu Elektroautos.

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