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Tesla-Rückruf wegen Furz-Funktion – Elon Musk gibt Schuld der „Spaßpolizei“

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Mit einer kuriosen Funktion hat sich Tesla in den USA einen Rückruf eingehandelt – es geht um Furzgeräusche während der Fahrt.

Austin (USA) – Es sind mitunter genau diese Dinge, für die viele Tesla-Kunden ihre Marke lieben: kleine Gimmicks, die andere Autohersteller nicht im Angebot haben. Einst machte Tesla mit einer Furzkissen-Funktion auf sich aufmerksam, mit der man Mitfahrer veräppeln konnte. Später gab es auch die Möglichkeit, die externen Lautsprecher für allerhand kuriose Geräusche zu nutzen. Anstatt eines normalen Huptons erklang dann beispielsweise ebenfalls ein Furzgeräusch, das Meckern einer Ziege oder „La Cucaracha“. Damit ist nun Schluss, Tesla muss die Funktion abstellen – zumindest während der Fahrt. Boss Elon Musk (50) findet das offenbar gar nicht witzig, wie 24auto.de berichtet.

Tesla-Rückruf wegen Furz-Funktion – Elon Musk gibt Schuld der „Spaßpolizei“

Wie die US-Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) erklärte, könnten die „Boombox“-Töne, die nach außen abgespielt werden können, den Klang des Fußgängerwarnsystems während der Fahrt überdecken. Dementsprechend wären Fußgänger unter Umständen nicht in der Lage, ein sich näherndes Fahrzeug wahrzunehmen. Deshalb hat die NHTSA nun Tesla aufgefordert, die Furz-Hupen-Funktion zumindest während der Fahrt zu deaktivieren. (Tesla mit Blähungen: Model 3 „furzt“ bei jeder Türöffnung)

Elon Musk, Tesla-CEO (Symbolbild)
Offenbar nicht gerade glücklich über den neuen Rückruf: Tesla-Chef Elon Musk. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Tesla-Rückruf wegen Furz-Funktion: Update für knapp 580.000 Fahrzeuge

Dementsprechend gibt es nun einen offiziellen Rückruf für knapp 580.000 Tesla-Fahrzeuge. Tesla wird per Over-the-Air-Update die Pups-Funktion während der Fahrt stilllegen. Erst kürzlich musste der texanische Elektroautobauer einen Rückruf ankündigen, weil Fahrzeuge mit aktivierter „Full Self-Driving“-Funktion im Beta-Stadium einfach Stoppschilder überfuhren. Generell hat die FSD-Software noch eklatante Schwächen, wie das Video eines Model-Y-Besitzers zeigt.

Tesla-Rückruf wegen Furz-Funktion: Alle aktuellen Modelle betroffen

Betroffen von dem umfangreichen Rückruf sind Modelle der Reihen Y, X und S ab Baujahr 2020, sowie einige Model-3-Fahrzeuge, ab Baujahr 2017. Tesla-Chef Elon Musk war jedenfalls ganz offensichtlich wenig begeistert über den Rückruf. Auf die Frage eines Twitter-Users, was der Grund für den „Boombox“-Rückruf ist, antwortete der 50-Jährige: „Die Spaßpolizei hat uns dazu gezwungen (seufz).“ *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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