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Hausverbot für Teslas E-Autos: Heckklappen öffnen ständig in Waschanlage

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Von: Julian Baumann

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Innenansicht eines Autos in einer Waschstraße in Rottenburg.
Ein Waschanlagenbetreiber erteilte E-Autos von Tesla ein vorläufiges Hausverbot (Symbolbild). © Frank /Eibner-Pressefoto/Imago

Ein Waschanlagenbetreiber aus Nordrhein-Westfalen erteilte Tesla-Modelle Hausverbot. Bei den E-Autos geht während dem Vorgang regelmäßig die Heckklappe auf.

Stuttgart - E-Autos stoßen zwar keine schmutzigen Abgase aus, schmutzig werden die Modelle unter Umständen aber trotzdem. Wer in der eignen Garage nicht selbst zum Lappen greifen will oder die Zeit einfach nicht hat, muss auch mit den Stromern in die Waschanlage fahren. Gerade bei den modernen Autos gibt es dabei aber Probleme, die jedoch nicht unmittelbar mit dem elektrischen Antrieb zusammenhängen.

Ein Waschanlagenbetreiber aus Nordrhein-Westfalen hat Modellen des US-Unternehmens Tesla Hausverbot erteilt, berichtet das Portal efahrer.chip.de. Hintergrund ist, dass bei den Fahrzeugen immer wieder während des Waschvorgangs die Heckklappe durch den Sensor geöffnet wird. Welche fatalen Folgen das haben kann, zeigte vor einiger Zeit ein Vorfall. Die Heckklappe eines Luxus-SUV öffnete sich mitten im Waschvorgang, die Walze riss das Auto auseinander.

E-Autos von Tesla fürs Erste von Waschvorgängen ausgeschlossen - wegen eines technischen Problems

Das Hausverbot in den Waschanlagen, die zu den Tankstellen der Raiffeisen Hatten-Huntlosen gehören, gilt aktuell nur für Tesla-Modelle und nicht für E-Autos generell. Laut efahrer.chip.de sind grundsätzlich alle Automodelle in den Waschstraßen willkommen, bei den Teslas treten aber immer wieder technische Probleme auf. Eigentlich sollte der sogenannte Waschanlagen-Modus der Modelle alle Fenster schließen, die Türen verriegeln, sowie Scheibenwischer und Parksensoren abschalten. Das scheint aber gerade bei älteren Modellen der Marke nicht immer zu funktionieren.

Bei einer Waschstraße fahren die Autos mit niedriger Geschwindigkeit durch die Anlage und durchlaufen somit mehrere Vorgänge. Der Waschanlagen-Modus von Tesla geht aber offenbar bei einer Geschwindigkeit von unter 16 km/h davon aus, dass der Waschvorgang beendet ist und entriegelt die Türen wieder. Dann kann es passieren, dass sich die Türen und auch die Heckklappe mitten im Waschvorgang wie von Geisterhand öffnen. Die Türen können von den großen Walzen beschädigt werden, vor allem die Scheibenwischer sind besonders gefährdet. Da die Tesla-Garantieregelung solche Schäden nicht abdeckt, hat sich der Betreiber entschieden, die Modelle fürs Erste von Waschvorgängen auszuschließen.

Hausverbot für E-Autos von Tesla in Waschanlage als Absicherung - „Ärger und Schadensersatzklagen zuvorkommen“

Dass die Tesla-Modelle in den Waschstraßen von Raiffeisen Hatten-Huntlosen derzeit ausgeschlossen werden, ist eine Absicherung für die Betreiber. „Durch dieses vorläufige Verbot wollen wir dem Ärger und den eventuellen Schadensersatzklagen zuvorkommen“, erklärte Betreiber Wilfried Knipper laut efahrer.chip.de. Insgesamt habe er aber nichts gegen E-Autos, Modelle von anderen Marken seien weiterhin willkommen. Demnach können E-Autos von Herstellern wie Mercedes-Benz, BMW und Co. weiterhin in den Anlagen gewaschen werden.

Allerdings können solche Probleme bei vielen neuen Automodellen mit hochsensibler Technik vorkommen. Weil viele Funktionen inzwischen von Sensoren gesteuert werden, die auf die Walzen der Waschanlagen reagieren, sollten sich Besitzer überlegen, ob sie eine Fahrt durch eine herkömmliche Waschstraße riskieren wollen.

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