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Tesla kann Autopilot-Versprechen nicht halten - Mercedes fährt davon

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Von: Julian Baumann

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Ein Mann sitzt am 17.08.2015 in München (Bayern) in einem Tesla Model S auf dem Fahrersitz vor einem Showroom des Autoherstellers.
Tesla gilt als Marktführer bei den E-Autos. Beim autonomen Fahren hinken die Amerikaner aber noch immer hinterher (Archivbild). © Sven Hoppe/dpa

Tesla verspricht Kunden und Investoren seit Jahren selbstfahrende E-Autos, konnte das Versprechen aber bis heute nicht erfüllen. Mercedes-Benz ist da deutlich weiter.

Stuttgart/Austin - Das US-Unternehmen Tesla gilt als Pionier und Marktführer im Bereich der E-Autos. Der Autobauer mit Hauptsitz in Austin (Texas) ist nicht nur an der Börse erfolgreich, auch wirtschaftlich läuft es inzwischen gut. Tesla verdient pro verkauftem Auto mehr als jeder andere Hersteller.

Am 25. März eröffnete Tesla-Boss Elon Musk die Gigafabrik in Grünheide bei Berlin. Die Amerikaner produzieren demnach jetzt auch in Deutschland. Obwohl Tesla von vielen als der derzeitige Primus der weltweiten Autobranche angesehen wird, konnte Elon Musk ein Versprechen bis heute nicht einhalten.

Tesla-Versprechen vom Autopilot fünf Jahre nach der Ankündigung immer noch nicht erfüllt

Mercedes-Benz hat als erster Autobauer der Welt die Freigabe für das autonome Fahren der Stufe 3 erhalten. Die Mercedes-S-Klasse kann vollautonom auf der Autobahn fahren. Tesla-Chef Elon Musk ging bei einer Telefonkonferenz mit Journalisten im Oktober 2016 einen ganzen Schritt weiter und kündigte an, dass die Tesla-Autos ab sofort bereit für die Stufe 5 des autonomen Fahrens seien. Die Stufe 5 ist die höchste Stufe und wurde tatsächlich selbstständig fahrende Roboterautos bedeuten. Bis heute konnte Tesla dieses Versprechen allerdings nicht einhalten und auch die aktuelle Software des US-Unternehmens hinkt deutlich hinterher, berichtet das Manager Magazin.

Tesla-Chef Elon Musk hat große Pläne. Kürzlich kündigte der umstrittene Visionär an, dass Roboter bei Tesla inzwischen wichtiger seien als E-Autos. Zudem ist Musk auch der Chef des Raumfahrtunternehmens SpaceX und treibt damit die Raumfahrt voran. In diesem Kontext klingen selbstständig fahrende Robotertaxis gar nicht mehr so futuristisch.

Dennoch konnte Tesla die Technologie bislang nicht umsetzen. „Ich fühle, dass wir sehr nah an Level 5 dran sind“, erklärte Musk laut dem Manager Magazin im Juli 2020, also rund vier Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung. Im Dezember 2020 hieß es dann: „Ich bin zuversichtlich, dass Tesla nächstes Jahr Level 5 erreicht, extrem zuversichtlich, einhundert Prozent.“

Tesla-Autopilot noch immer deutlich weniger automatisiert als „Drive Pilot“ von Mercedes

Allerdings warten die Kunden und Investoren immer noch auf Robotertaxis von Tesla. Zudem wird auch der Autopilot, den Tesla seit einiger Zeit im Straßenverkehr testet, kritisch betrachtet. Im Gegensatz zum „Drive Pilot“ von Mercedes-Benz muss der Fahrer in den Tesla-Modellen jede Sekunde bereit sein, eingreifen zu können, um potenzielle Unfälle zu vermeiden.

Inzwischen hat sogar das Kraftfahrtbundesamt Ermittlungen eingeleitet. Der Tesla-Autopilot könnte in Europa möglicherweise unzulässig sein. Inzwischen verkauft Tesla laut dem Manager Magazin den deutschen Kunden für einen Aufpreis von 3.800 Euro den „Enhanced Autopilot“ mit Funktionen wie Spurwechselassistenz oder fahrerlosem Einparken per App.

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