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Kein Weltrekordversuch für schnell beschleunigendes Elektrofahrzeug

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Stefan Zilz (l-r), Simon Stober, Pavel Povolni und Dominik Wallner präsentieren ihren selbstgebauten Elektro Rennwagen.
Studenten der Universität Stuttgart wollten mit ihrem selbstgebauten Elektro-Renner einen neuen Weltrekord aufstellen. © Christoph Schmidt/dpa

Studenten der Uni Stuttgart wollten am heutigen Donnerstag mit einem selbstgebauten E-Rennwagen einen Weltrekordversuch wagen. Der wurde kurz zuvor allerdings abgesagt.

Horb am Neckar (dpa/lsw) - Studierende der Uni Stuttgart wollten mit einem selbst konstruierten Elektro-Rennwagen einen Weltrekord beim Beschleunigen knacken - doch haben den Versuch wenige Stunden vor dem geplanten Start abgesagt. Grund dafür seien technische Probleme, die nicht schnell behebbar seien, sagte eine Sprecherin. „Wir bitten um Verständnis dass wir aktuell nicht mehr mitteilen können und werden Sie informieren, sobald wir wissen, wie es weitergeht“, hieß es in einer Mitteilung am Mittwochabend. Der Weltrekordversuch war für Donnerstag auf einem Feuerwehrgelände in Horb am Neckar (Landkreis Freudenstadt) geplant.

Ziel war es, in weniger als anderthalb Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde zu kommen. Dabei ging es dem selbst ernannten Greenteam auch darum, den Rekord für das schnellst beschleunigende Elektrofahrzeug zurück nach Deutschland zu holen. 2012 hatten die Stuttgarter nach eigenen Angaben den Rekord mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in 2,681 Sekunden geholt. Teams aus den Niederlanden und der Schweiz brachen ihn. 2015 eroberte das Stuttgarter Team den Titel mit einer Zeit von 1,779 Sekunden zurück. Die Bestmarke unterboten die Schweizer nur ein Jahr später. Seither gilt es, 1,513 Sekunden zu knacken.

Das 2009 Greenteam gegründete nimmt regelmäßig an dem internationalen Konstruktionswettbewerb für Studierende „Formula Student“ teil. Sein Carbon-Rennwagen wiegt nach früheren Angaben knapp 145 Kilogramm und erreicht eine Leistung von bis zu 180 Kilowatt dank Vierrad-Antriebs mit selbst entwickelten Motoren und neuem Hochvolt-Akkumulator. Das Fahrzeug könne eine Beschleunigung von 2,5g erreichen. Das sei ungefähr vergleichbar mit der Kraft, die Astronauten beim Wiedereintritt der Rakete in die Erdatmosphäre erfahren.

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