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Elon Musk schaltet Tesla-Ladesäulen für alle frei, die mit E-Autos aus der Ukraine flüchten

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Von: Franziska Vystrcil

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Mehrere Ladestationen zum Betanken von Tesla-Elektroautos befinden sich, in einer Reihe aufgestellt, auf einem Parkplatz.
Tesla-CEO Elon Musk ermöglicht Flüchtlingen aus der Ukraine das kostenlose Laden an vier Supercharger-Ladesäulen rund um die Ukraine. Sie werden für alle Autohersteller und deren Modelle freigeschaltet. © MiS/imago

Tesla-CEO Elon Musk schaltet sich erneut in den Krieg zwischen der Ukraine und Russland ein. Flüchtenden will er kostenloses Laden von E-Autos ermöglichen.

Kiew - Überall auf der Welt zeigen die Menschen Solidarität mit der Ukraine. Berühmte Denkmäler leuchten in den Nationalfarben blau-gelb, Bürger demonstrieren auf den Straßen und zahlreiche Lkws mit Hilfsgütern sind auf dem Weg ins Kriegsgebiet. Viele der Solidaritätsaktionen gehen den Menschen jedoch nicht weit genug, viele fordern Unterstützung in Form von Waffenlieferungen (BW24* berichtete).

Nun schaltete sich auch einer der mächtigsten Männer der Welt in den Konflikt ein: Elon Musk will für die Ukrainer eintreten, sie auf ihrer Flucht unterstützen. Hierfür bietet Tesla in vier Städten rund um die Ukraine kostenloses Aufladen von E-Autos für Menschen an, die aus dem Kriegsgebiet fliehen wollen. Dies gab das Unternehmen in einer E-Mail an die örtlichen Tesla-Besitzer bekannt.

Elon Musk hilft der Ukraine: Flüchtende können ihre E-Autos kostenlos laden

Während die deutsche Autoindustrie wegen des Ukraine-Kriegs in Sorge* ist, kümmert Elon Musk der wirtschaftliche Aspekt nur wenig. Seit Montag (28. Februar) hat Tesla vorübergehend „kostenloses Supercharging für Tesla- und Nicht-Tesla-Fahrzeuge an Standorten in Gebieten ermöglicht, die von der aktuellen Situation in der Ukraine betroffen sind“, heißt es in der Mail. Der kostenlose Ladeservice ist in vier Städten verfügbar: im polnischen Trzebownisko, in Košice in der Slowakei sowie in Miskolc und Debrecen in Ungarn. In der Ukraine selbst hat das Unternehmen keine Niederlassungen.

Das Angebot Elon Musks könnte vielen Ukrainern die Flucht erleichtern. Laut aktueller Schätzungen sind bereits 677.000 Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer geflohen. Auch in Baden-Württemberg* sind bereits erste Flüchtlinge angekommen. Rund 170 Heimkinder aus der Ukraine erhalten in Freiburg Unterschlupf*.

Die kostenlosen Ladestationen für Ukraine-Flüchtlinge sind nicht die erste Hilfsaktion, die Elon Musk mit Tesla ins Leben ruft. Den Tesla-Fahrern unter den Betroffenen der kalifornischen Waldbrände im Jahr 2018 etwa stellte der Milliardär kostenloses Laden zur Verfügung. Im Fall der Ukraine können jedoch zum ersten Mal auch Nicht-Tesla-Fahrer das Hilfsangebot nutzen.

Tesla-CEO Elon Musk unterstützt ukrainische Bevölkerung mit Satelliten im Kampf gegen Russland

Die Entwicklung mit den kostenlosen Ladestationen hatte sich ergeben, nachdem Elon Musk am vergangenen Wochenende persönlich auf eine Anfrage des ukrainischen Vize-Premierministers Mykhailo Fedorov nach mehr Starlink-Stationen reagiert hatte. Elon Musk ist auch CEO des US-amerikanischen Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmens SpaceX. Elon Musk aktivierte den SpaceX-Satellitendienst Starlink in der Ukraine. Damit sicherte er der Ukraine eine Internetverbindung. Der Tesla-CEO versprach, dass weitere Stationen unterwegs seien.

Das Satelliten-Internet umkreist mit 1.800 Himmelskörpern die Erde. Dieses Netz soll in der Ukraine helfend einspringen, wenn die Infrastruktur am Boden beschädigt ist. Elon Musks Weltraumprogramm stand zuletzt auch in der Kritik. Wie ein Forscher herausfand, wird eine unkontrollierte Rakete von Elon Musk mit dem Mond kollidieren*. BW24* ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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