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Problem für Elektroautos: Nickel-Preis steigt extrem

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Von: Simon Mones

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Der Nickel-Preis ist zuletzt extrem gestiegen. Das hat verschiedene Gründe und könnte zu einem Problem für Elektroautos werden.

London – Die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine sind immer deutlicher zu spüren. Nicht zuletzt in Form der deutlich gestiegenen Spritpreise, die Finanzminister Christian Lindner nun senken möchte. Doch auch die Autohersteller leiden unter dem Krieg, wie 24auto.de berichtet.

So könnte sich beispielsweise der Chipmangel weiter verschärfen. Zudem mussten zahlreiche Hersteller bereits ihre Produktion einstellen, weil Kabelbäume fehlten. Doch dabei könnte es womöglich nicht bleiben, denn nun droht ein weiterer Rohstoff zum Problem zu werden, der insbesondere für Elektroautos von großer Bedeutung ist: Nickel.

Problem für Elektroautos: Nickel-Preis steigt extrem

Ähnlich wie die Preise für Rohöl schoss auch der Nickel-Kurs in den letzten Tagen durch die Decke, wie „Spiegel Online“ berichtete. Allein am Dienstag (8. März) legte das Industriemetall um mehr als 50 Prozent zu und kostete zeitweise über 100.000 US-Dollar (91.383 Euro).

Ein Elektroauto wird geladen. (Symbolbild)
Nickel ist ein wichtiger Bestandteil der Elektroauto-Batterie. (Symbolbild) © Pau Novell/Imago

Sollte sich der Preis auf diesem Niveau stabilisieren, könnte das für Auto- und Batteriehersteller zum Problem werden. Denn Nickel ist einer der Hauptbestandteile der Zellen, somit würden die Herstellungskosten für die Elektroauto-Akkus weiter in die Höhe schießen. Schon jetzt sind die Akkus mit Abstand das teuerste Bauteil. Am Ende des Tages würden das dann die Kunden zu spüren bekommen, wie auch der Stellantis-Chef Carlos Tavares schon prophezeit hatte.

Problem für Elektroautos: Londoner Börse setzt Handel aus

Der enorme Preisanstieg hat dabei zwei Ursachen. Da wären der Ukraine-Krieg und die gegen Russland verhängten Sanktionen. Diese könnten für Lieferengpässe sorgen, da Russland einer der weltweit größten Exporteure von Nickel ist. Allerdings kommen auch rund 45 Prozent des Angebots aus Indonesien und von den Philippinen, somit könnten die Ausfälle zeitweise aufgefangen werden. Zudem wurden 2021 lediglich fünf Prozent des Nickel-Angebots für die Batterie-Produktion verwendet, dieser Anteil soll jedoch noch weiter steigen.

Doch auch die Spekulanten scheinen ihren Anteil an den hohen Nickelpreisen zu haben. Diese hatten offenbar zuvor auf fallende Preise gesetzt und mussten folglich Nickel kaufen, um ihre Positionen glattzustellen. Das trieb den Nickelpreis noch weiter in die Höhe. Das blieb allerdings nicht folgenlos: So wurde der Handel mit Nickel an der Londoner Börse zeitweise eingestellt und alle Käufe rückabgewickelt. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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