1. bw24
  2. Auto
  3. E-Autos

Reichweite von über 480 km mit zwei Akkus - „einziges E-Bike, das fähig ist, den Mount Everest zu besteigen“

Erstellt:

Von: Julian Baumann

Kommentare

Das E-Bike R22 Everest des US-Unternehmens Optibike
Das E-Bike R22 Everest von Optibike erreicht mit zwei Akkus eine Reichweite von über 480 Kilometern. © Optibike

Der Hersteller Optibike hat ein E-Bike mit zwei Akkus und einer Reichweite von über 480 Kilometern vorgestellt. Das hat allerdings auch seinen Preis.  

Stuttgart - Die E-Mobilität ist nicht nur beim Auto, sondern auch in anderen Mobilitätsbereichen auf dem Vormarsch. Neben ersten vollelektrischen Nutzfahrzeugen, erfreuen sich vor allem E-Bikes immer größerer Beliebtheit. Der Sportwagenbauer Porsche bietet beispielsweise eigene E-Bikes für den Preis von stolzen 10.000 Euro an. Die elektrischen Fahrräder des Herstellers aus Stuttgart sind vom erfolgreichen E-Sportwagen Taycan inspiriert.

Das US-Unternehmen Optibike hat nun ein besonders leistungsstarkes E-Bike vorgestellt, das für den Einsatz in unliebsamem Gelände gedacht ist. Das „R22 Everest“ hat laut dem Hersteller eine elektrische Reichweite von 300 Meilen (rund 483 Kilometer) und verfügt gleich über zwei Akkus. In Sachen Reichweite kann das E-Bike demnach sogar mit einigen E-Autos, die derzeit auf dem Markt sind, mithalten. Doch auch der Preis steht elektrischen Klein- oder Kompaktwagen nicht weit nach.

Super E-Bike mit Reichweite von über 480 Kilometer für lange Bergtouren

In Sachen elektrischer Reichweite von E-Autos haben die Hersteller in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Das E-Auto-Flaggschiff EQS von Mercedes-Benz hat eine effektive Reichweite von bis zu 770 Kilometern. An die E-Limousine mit dem Stern kommt das „ultimative Langstrecken-Abenteuer-E-Bike“ von Optibike natürlich nicht heran, eine angegebene Reichweite von mehr als 480 Kilometern steckt aber doch so manches E-Auto in die Tasche. In einem ADAC-Test kamen beispielsweise der Mercedes EQA 350 Kilometer und der Audi e-tron 55 quattro 365 Kilometer weit.

Wie das Online-Magazin Golem berichtet, sollen bei einem maximalen Gewicht des Fahrers von 72,5 Kilogramm und einer begrenzten Geschwindigkeit auf 24 Kilometer pro Stunde sogar Reichweiten von annähernd 500 Kilometern möglich sein. Die zwei abnehmbaren Akkus des E-Bikes sind laut Herstellerangaben jeweils für den Hin- und den Rückweg gedacht. Optibike bezeichnet das R22 Everest auf der Homepage als „das einzige E-Bike, das fähig ist, den Mount Everest zu besteigen, wenn es dort Straßen gäbe“. Die durchschnittliche Geschwindigkeit soll bei rund 45 Kilometern pro Stunde liegen. In Deutschland würde das Gefährt damit nicht als Fahrrad, sondern als S-Pedelec eingestuft werden, für das man einen Führerschein benötigt.

Optibike R22 Everest: Preis für E-Bike übersteigt das eines Renault Twingo Electric

Die bereits genannten E-Bikes von Porsche und dem E-Bike-Spezialisten Rotwild sind mit rund 10.000 Euro bereits alles andere als günstig. Für das E-Bike von Optibike müssen Interessierte allerdings noch tiefer in die Tasche greifen. Laut dem Hersteller beginnt die Preisspanne bei 17.900 Dollar (rund 17.000 Euro). Damit liegt der Preis des R22 Everest nicht weit entfernt von elektrischen Klein- und Kompaktwagen wie dem Fiat 500 Elektro (17.910 Euro) und übertrifft sogar Modelle wie den Renault Twingo Electric (15.770 Euro) und den Dacia Spring (12.365 Euro).

Das E-Bike von Optibike ist demnach zum einen nicht für den kleinen Geldbeutel und zum anderen auch nicht für den Einsatz auf der Straße gedacht. Für längere Bergtouren könnte sich das Bike mit der beeindruckenden Reichweite allerdings lohnen, sofern man bereit ist den stolzen Preis zu bezahlen. In Deutschland ist das R22 Everest noch nicht erhältlich und kann nur importiert werden.

Auch interessant

Kommentare