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Sonnenstrom für E-Autos: So niedrig wäre der Flächenverbrauch

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Von: Valentin Betz

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Fahrzeuge stehen auf einem Parkplatz mit Solardächern.
Lösung für die Stromversorgung von E-Autos: Parkplätze könnten mit Solarmodulen überdacht werden - so müsste keine weitere Fläche versiegelt werden. © Imago/Imagebroker

Kritiker hegen regelmäßig Zweifel daran, wo die Energie für E-Autos herkommen soll. Eine Modellrechnung zeigt jetzt, wie gering der Flächenbedarf für eine ausreichende Versorgung wäre.

Stuttgart - Damit E-Autos wirklich klimaneutral unterwegs sind, müssen sie mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Kritiker ziehen immer wieder in Zweifel, ob Deutschland genügend Strom für die E-Mobilität bereitstellen kann - und ob dieser dann auch grün ist. Das Problem beschäftigt auch Baden-Württemberg, das mit einer grünen Landesregierung unter besonderer Beobachtung steht.

Immerhin liegt Baden-Württemberg bei der Windenergie deutschlandweit auf Platz 5. Das Portal Efahrer hat jetzt berechnet, wie viel Fläche nötig wäre, um eine komplett elektrifizierte Autoflotte in Deutschland mit Solarstrom zu versorgen. Das Ergebnis der Modellrechnung ist erstaunlich - und dürfte Kritiker verstummen lassen.

Sonnenstrom für E-Autos: Modellrechnung zeigt Flächenverbrauch der Versorgung

Ideen zur Stromversorgung für die E-Mobilität gibt es viele. Beispielsweise entwickelten Forscher eine Straße, die das Laden von E-Autos während der Fahrt ermöglicht. Das Portal Efahrer hat sich für seine Modellrechnung einfache Photovoltaik-Anlagen angeschaut. Als Grundlage für den Energiebedarf von E-Autos diente das Tesla Model 3, das laut dem Portal etwas unter 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer benötigt.

Des Weiteren nehmen sie 14.000 Kilometer als durchschnittliche Jahresfahrleistung eines Autos in Deutschland. Das würde einen jährlichen Strombedarf von 2.800 Kilowattstunden bedeuten. Laut Efahrer würden sieben Solarmodule mit einer Leistung von 400 Kilowattstunden also ausreichen, um das Tesla Model 3 ganzjährig mit Strom zu versorgen - 1.000 Vollast-Stunden vorausgesetzt. Derlei Solarmodule haben eine Fläche von knapp zwei Quadratmetern, insgesamt würden für eine ausreichende Stromversorgung also 14 Quadratmeter verbraucht.

Stromversorgung für E-Autos: Solaranlagen würden keine zusätzliche Fläche versiegeln

Würde diese Fläche für E-Autos zusätzlich versiegelt werden, würden Kritiker der E-Mobilität wahrscheinlich Sturm laufen. Efahrer hat aber berechnet, dass die Anzahl der Parkplätze in Deutschland für die Versorgung mit Sonnenenergie ausreichen würde. Statistisch stünden in Deutschland demnach 1,7 Parkplätze mit der erforderlichen Grundfläche von 14 Quadratmetern für jedes Auto zur Verfügung. Diese könnten zum Beispiel mittels Carport mit Solarmodulen bestückt werden. Damit wäre also keine weitere Flächenversiegelung notwendig, um eine komplett elektrifizierte Autoflotte in Deutschland mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

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