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Wie viel kostet es, ein E-Auto zu laden?

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Wer sich ein Elektroauto zulegen will, fragt sich oft: Was kostet mich das Aufladen? Wir haben ein paar Beispiele ausgerechnet.

Wer über viele Jahre einen Verbrenner gefahren ist, für den gehörten bislang die großen Preistafeln an den Tankstellen zum Alltag. Bis in die 1990er-Jahre wurden die Ziffern teils sogar noch von Hand umgehängt. Längst werden die Spritpreise elektronisch angezeigt – geht ja auch gar nicht mehr anders, ändern sie sich doch gefühlt inzwischen im Minutentakt. Beim Elektroauto ist alles anders: Große Preisschilder gibt es an den Ladeparks nicht, stattdessen können die Stromer-Fahrer entsprechende Apps nutzen. Und im Gegensatz zum Verbrenner kann man den Stromer auch zu Hause betanken – wenn man eine Wallbox installiert hat. Doch für viele ist noch immer schwer einzuschätzen: Was kostetet denn eigentlich eine Ladung Strom?

Ein Ladestecker in einer E-Auto-Ladebuchse
Die Preise für das Laden von Elektroautos unterscheiden sich teils stark. (Symbolbild) © IMAGO / Panthermedia

Elektroauto laden: So viel kostet einmal „auftanken“

Die Antwort lautet leider: Kommt darauf an. Die wichtigsten Größen in der Gleichung sind natürlich der Strompreis sowie der Verbrauch des Fahrzeugs und die Größe (Kapazität) der Batterie, wie 24auto.de berichtet. Wie bei Verbrennern unterscheiden sich auch die Verbrauchswerte von Stromern stark: Sparsame Fahrzeuge brauchen etwa zwischen 15 und 20 kW auf 100 Kilometer, leistungsstärkere Modelle genehmigen sich auch schon mal mehr als 30 kWh auf 100 Kilometer. Die gleiche Strecke kann einen E-Autofahrer je nach Fahrzeug also die Hälfte beziehungsweise das Doppelte kosten.

Elektroauto laden: Deutliche Unterschiede bei den Akku-Größen

Auch beim Akku gibt es große Unterschiede: Kleinere Elektrofahrzeuge sind zumeist mit Akkus zwischen 30 und 65 kWh unterwegs. Große Stromer dagegen haben Batterien mit bis zu 100 kWh Kapazität oder sogar noch etwas mehr verbaut. Dementsprechend ist eine volle Ladung für ein großes Elektroauto logischerweise teurer als bei einem Kleinwagen mit Mini-Akku.

Aber auch die Strompreise an den Ladesäulen unterscheiden sich teils deutlich. Außerdem spielt hier zumeist die Wahl der Ladekarte eine Rolle. Relativ günstig ist es aktuell (Stand Anfang September 2022) beispielsweise an den Säulen auf den Parkplätzen von Lidl und Kaufland: Hier kostet eine Kilowattstunde Wechselstrom (AC) 29 Cent. Wessen Stromer also 20 kWh auf 100 Kilometer verbraucht, zahlt für diese Menge Strom 5,80 Euro. 50 kWh würden hier mit 14,50 Euro zu Buche schlagen. Allerdings dauert eine Strombetankung mit langsamem Wechselstrom relativ lange.

Elektroauto laden: Schnelleres Laden kostet in der Regel mehr

Wer ein größeres E-Auto fährt – und nicht stundenlang warten will, bis sein Fahrzeug voll geladen ist – für den ist ohnehin nur ein Schnelllader mit Gleichstrom (DC) eine Option. Die flottere Strombetankung ist aber zumeist auch teurer als die an Wechselstrom-Ladern: Hier kann die Kilowattstunde auch mal mehr als 70 Cent kosten – allerdings kommt es hier stark auf die Ladekarte beziehungsweise den entsprechenden Rahmentarif an. Wer eine höhere Grundgebühr zahlt, der tankt in der Regel günstiger. Bei einem Strompreis von 0,75 Euro würden 20 kWh beispielsweise 15 Euro kosten, 50 kWh 37,50 Euro und eine Vollladung von 90 kWh 67,50 Euro.

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