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Das erste E-Auto aus Österreich: Präsentation von „Falco“ auf Herbst 2023 verschoben

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Von: Julian Baumann

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Konzept des elektrischen Prototyps „Falco“ des österreichischen Herstellers Alveri.
Die Präsentation des ersten E-Autos aus Österreich wurde auf Herbst 2023 verschoben. Der Prototyp „Falco“ basiert auf einer Tesla-Plattform. © Alveri

Im vergangenen Jahr hatte ein Start-up das erste E-Auto aus Österreich angekündigt, muss die Pläne nun aber deutlich verschieben. Die Präsentation des Modells „Falco“ ist für Herbst 2023 angesetzt.

Stuttgart/Ried im Innkreis - Die großen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz, BMW und VW setzen auf E-Autos und haben bereits eine große Anzahl an vollelektrischen Modellen im Angebot. Zudem gibt es auf dem Automarkt inzwischen auch eine große Auswahl an anderen Fabrikaten europäischer Produktion - beispielsweise von Cupra/Seat (Spanien) oder Peugeot (Frankreich). Ein ehemaliger Bosch-Manager entwickelt zudem das erste E-Auto aus der Türkei, das bereits mit Spannung erwartet wird.

Im vergangenen Jahr hatte ein Start-up aus Ried im Innkreis, rund 60 Kilometer nordöstlich von Salzburg, ein erstes E-Auto aus Österreich angekündigt. Der Produktionsstart für ein Serienmodell war ursprünglich für das Jahr 2023 angesetzt, muss nun aber deutlich verschoben werden. Wie das Unternehmen Alveri gegenüber futurezone.at erklärte, soll das Modell „Falco“, benannt nach dem weltbekannten österreichischen Musiker, erst im Herbst des kommenden Jahres offiziell vorgestellt werden.

E-Auto „Falco“ aus Österreich: Start-up verschiebt Präsentation - zugunsten eines Laderoboters

Die Ankündigung eines ersten E-Autos aus Österreich hatte im vergangenen Jahr für ein großes Medienecho gesorgt. Nicht etwa aufgrund des gewählten Namens für den Prototyp – Falco ist auch weit über die Grenzen der Alpenrepublik bekannt – sondern aufgrund des strengen Zeitplans, den sich das junge Unternehmen selbst gesetzt hatte. Präsentiert werden sollte der Stromer noch im laufenden Jahr 2022, die Serienproduktion sollte wie bereits genannt im kommenden Jahr starten. Diese Pläne musste Alveri nun aber offenbar zurückschrauben.

Nachdem es über längere Zeit keine Neuigkeiten über das erste E-Auto aus Österreich gegeben hatte, gab der Chef von Alveri gegenüber futurzone.at Entwarnung. Demnach ist „Falco“ noch immer geplant, die Präsentation des Modells wird sich aber nach hinten verschieben. „Wir haben die Präsentation des Elektroautos ‚Falco‘ auf Herbst 2023 verschoben“, erklärte Ehsan Zadmard. Grund dafür sei, dass sich das Start-up aus Ried im Innkreis in diesem Jahr zunächst auf die Produktion eines Laderoboters fokussiert habe.

Prototyp „Falco“ basiert auf Plattform des Tesla Model 3 - Plattform für Serienmodell noch offen

Ob „Falco“ nach der Präsentation im Herbst 2023 auch in die Serienproduktion gehen kann, entscheidet sich anhand der Anzahl der Vorbestellungen, die nach dem Termin möglich sein sollen. Wie der Alveri-Chef erklärte, seien mindestens 8.000 Bestellungen vorab notwendig, damit das erste österreichische E-Auto in die Serienproduktion gehen könne. Sobald diese abgesichert sei, könne auch geklärt werden, auf welcher Plattform das Fahrzeug aufbauen soll. Der Prototyp baut laut Ehsan Zadmard auf der Plattform des Tesla Model 3 auf, einen Vertrag für ein Serienmodell gibt es mit dem US-Unternehmen von Elon Musk allerdings noch nicht.

Neben der Plattform des Tesla Model 3 würde bei einem „Falco“-Serienmodell auch die E-Auto-Plattform des US-Unternehmens Canoo oder der „Modulare E-Antriebs-Baukasten“ (MEB) von VW in Frage kommen, wie der Alveri-CEO futerezone.at verriet. Gebaut und entwickelt soll das E-Auto, das nach ersten Details eine Reichweite von 590 Kilometern haben und rund 50.000 Euro kosten soll, aber ausschließlich in Österreich werden. Ein Unternehmen aus Graz hat bereits im vergangenen Jahr eine Methode getestet, E-Autos künftig ganz ohne Kabel laden zu können.

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