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Anschuldigungen gegen Tesla – Chinesischer Kunde muss Strafe zahlen

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Nach einem Gerichtsurteil muss ein Tesla-Kunde in China sich bei dem Autobauer entschuldigen und eine Geldstrafe zahlen. Er hatte in den Medien den Hersteller scharf angegriffen.

Kaum ein Unternehmenschef ist derart umstritten wie Elon Musk, der gerade erst Twitter gekauft und ein dort riesiges Chaos verursacht hat. Und wohl kaum eine Automarke ist derart umstritten wie Tesla – speziell der „Autopilot“. Erst kürzlich fiel ein Model Y damit im Test von TV-Journalisten komplett durch. Auch die Beta-Tests mit der sogenannten „Full Self-Driving“-Ausbaustufe (FSD) werden scharf kritisiert. Welche Probleme die Fahrzeuge in der Realität haben, zeigte kürzlich ein YouTuber auf verschneiten Straßen. Nun aber hat Tesla in China offenbar einen Prozess gegen einen meckernden Kunden gewonnen – er musste sich entschuldigen und eine Strafe zahlen.

Anschuldigungen gegen Tesla – Chinesischer Kunde muss Strafe zahlen

Wie cnevpost.com berichtet, hatte das Tesla Model X des Chinesen auf einer Fahrt offenbar völlig ohne Grund von 100 auf 60 km/h abgebremst – zumindest hatte der Mann das behauptet. Daraufhin hatte der Tesla-Fahrer mehreren chinesischen Medien Interviews gegeben, in denen er unter anderem erklärte, dass die Tesla-Bremsen versagt und sich sein Auto in ein Selbstmordspielzeug verwandelt habe – und er eine Rückzahlung und eine Entschädigung fordere.

Ein Tesla-Supercharger auf einer Messe in Shanghai
Ein chinesischer Kunde musste sich nach seinen Anschuldigungen bei Tesla nach einem Gerichtsurteil entschuldigen. (Symbolbild) © ChinaImages/Imago

Nach Anschuldigungen: Chinesischer Tesla-Kunde muss sich entschuldigen

Außerdem habe ihn nach der Fehlfunktion niemand von Tesla kontaktiert. Der Autobauer, der inzwischen auch Tequilagläser im Angebot hat, jedoch legte während des Prozesses Beweise vor, die das Gegenteil bezeugen konnten. Tesla hatte offenbar sogar mehrfach eine Reparatur angeboten, die der Kunde aber ablehnte. Das Gericht verurteilte den Chinesen daraufhin zu einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Yuan (umgerechnet rund 1.360 Euro, Stand Ende November 2022). Außerdem wurde er dazu aufgefordert, sich öffentlich in einer Lokalzeitung bei Tesla für seine Behauptungen zu entschuldigen.

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Chinesischer Tesla-Kunde muss sich entschuldigen – vor einiger Zeit gab es bereits einen ähnlichen Fall

Ein ähnliches Urteil hatte es laut dem Portal bereits vor einem Jahr gegeben: Dabei hatte ein Tesla-Besitzer nach der Kollision mit mehr als einem Dutzend Autos behauptet, ein Bremsversagen seines Stromers habe den Mega-Crash verursacht. Der Mann wurde zu 50.000 Yen Geldstrafe (rund 6.800 Euro) verurteilt und musste sich ebenfalls öffentlich entschuldigen. Im Mai 2022 gab er auf einem chinesischen Social-Media-Portal zu, die Vorwürfe erfunden zu haben.

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