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Neues aus der Autowelt: Mercedes-Benz erhält als erster Autobauer Freigabe für autonomes Fahren in den USA 

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Neuigkeiten aus der Welt der Autos: In unserem Newsticker informieren wir regelmäßig zu aktuellen Themen rund um die Autoindustrie.

Update vom 27. Januar, 14:10 Uhr: Mercedes‑Benz hat als weltweit erster Autohersteller die Zertifizierung für hochautomatisiertes Fahren nach SAE‑Level 3 für den US-amerikanischen Straßenverkehr im Bundesstaat Nevada erhalten. Der Autopilot des schwäbischen Traditionskonzerns setzt damit laut einer Mitteilung erneut Maßstäbe als das erste und einzige serienreife SAE‑Level‑3-System, welches für den Einsatz auf öffentlichen Freeways in den USA zugelassen ist.

Ein Mercedes-EQS mit Werbung für den Autopiloten steht auf deiner Straße.
Mercedes-Benz hat für den US-Bundesstaat Nevada die Zulassung für das autonome Fahren der Stufe 3 erhalten. © Mercedes-Benz AG – Communications

Das System für hochautomatisiertes Fahren erfüllt laut Mercedes-Benz die Anforderungen der Nevada Chapter 482A für autonome Fahrzeuge. Es ermöglicht dem Fahrer unter bestimmten Bedingungen die dynamische Fahraufgabe an das Fahrzeug zu übergeben. Ziel sei es, den Autopiloten, bei Mercedes Drive Pilot gennant, noch in diesem Jahr auch in Kalifornien einzuführen, sobald eine entsprechende Zertifizierung auch dort vorliege.

Die benötigten Zertifizierungsunterlagen hat der Autobauer laut der Mitteilung bereits bei den zuständigen Behörden eingereicht. Drive Pilot wird auf dem US-Markt als Sonderausstattung für die Modelle S‑Klasse und dem elektrischen Pendant EQS im Modelljahr 2024 erhältlich sein. Die ersten Fahrzeuge sollen im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2023 an Kunden ausgeliefert werden. (Mit Material der Pressemitteilung von Mercedes-Benz).

Update vom 26. Januar, 10:00 Uhr: Der langjährige Chef des japanischen Autoriesen Toyota, Akio Toyoda, gibt seinen Posten ab. Wie der Volkswagen-Rivale am Donnerstag bekanntgab, übernimmt der 66-jährige Konzernchef künftig das Amt des Verwaltungsratsvorsitzenden. Neuer Präsident des Unternehmens soll Koji Sato werden, der bisher das Geschäft für die Luxusmarke Lexus sowie die Motorsportaktivitäten der Toyota-Gruppe verantwortet. Der bisherige Chef des Traditionskonzerns, Akio Toyoda, ist der Enkelsohn des Toyota-Firmengründers Kiichiro Toyoda.

Akio Toyoda, CEO von Toyota Motor Corp., hält eine Rede auf der Bühne des Tokyo Auto Salon.
Der Präsident von Autokonzern Toyota, und Enkelsohn des Firmengründers, Akio Toyoda tritt seine Position ab. © Eugene Hoshiko/dpa/AP

Er brachte Toyota durch große Investitionen in Mitfahrdienste auf den Weg hin zu einem Mobilitätsanbieter, weswegen er in Fachkreisen auch bisweilen als der „Steve Jobs der Autoindustrie“ bezeichnet wird. Toyoda ist begeisterter Motorsportfreund. Als „Morizo Kinoshita“ nahm er als Fahrer am ADAC-24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil.

Nach Vorwurf aus der Politik: Tankstellenbetreiber in Italien streiken für 48 Stunden

Update vom 24. Februar, 10:15 Uhr: Italiens Tankstellenpächter treten vom heutigen Dienstagabend an in einen 48-stündigen Streik. Sie protestieren damit gegen eine „beschämende Verleumdungskampagne“ sowie die ihrer Ansicht nach schlechten Maßnahmen der Regierung in der Energiekrise, wie drei Gewerkschaften mitteilten.

Der Ausstand beginnt um 19.00 Uhr und geht bis Donnerstag zur gleichen Zeit. An Autobahntankstellen soll es ab 22 Uhr für 48 Stunden keinen Sprit mehr geben. Die Gewerkschaften Faib, Fegica und Figisc/Anisa riefen ihre Mitglieder dazu auf, in dieser Zeit auch keine Selbstbedienung zu ermöglichen.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist das Vorgehen der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Kampf gegen den Preisanstieg bei Sprit. Unter anderem wurde der Finanzpolizei aufgetragen, Tankstellen wegen möglicherweise nicht gerechtfertigter Teuerungen zu kontrollieren. Darüber hinaus wurden die Pächter verpflichtet, neben dem an ihren Zapfsäulen verlangten Spritpreis auch den durchschnittlichen Literpreis aus ihrer Region zu veröffentlichen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Laut Streikaufruf bestrafen die Maßnahmen die Betreiber, helfen den Kunden aber nicht.

Eine Tankstelle in Italien.
Tankstellenbetreiber in Italien streiken ab Dienstag, 24. Januar, 19 Uhr für 48 Stunden. © IMAGO/Michael Bihlmayer

Mehr noch als gegen die Auflagen protestieren die Tankstellenpächter gegen öffentliche Aussagen über ihren Berufsstand. Sie sehen sich als Opfer einer Schmutzkampagne. Anfang Januar hatten einige prominente Politiker, darunter Infrastrukturminister Matteo Salvini, behauptet, der Sprit sei aufgrund von Preisspekulation der Tankstellen gestiegen. Tatsächlich aber wurden Benzin und Diesel teurer, weil die Regierung einige Tankrabatte abschaffte.

Weil Tankstellen zu grundlegenden Dienstleistern gehören, müssen auch während des Streiks vereinzelt Zapfhähne in Betrieb bleiben. Darüber hinaus könnten jene Tankstellen, die direkt von den Ölkonzernen betrieben werden, ebenfalls vom Streik ausgenommen bleiben. (dpa).

Ford: US-Autokonzern will laut Bericht in Köln bis zu 3.200 Stellen abbauen

Update vom 23. Januar, 14:20 Uhr: Der Autobauer Ford will an seinem Kölner Standort nach Angaben des Betriebsrats im großen Stil Jobs abbauen. Sollte das Management sein bisheriges Vorhaben durchsetzen, könnten bis zu 3.200 Stellen wegfallen, sagte die Vize-Betriebsratschefin der Ford-Werke, Katharina von Hebel, am Montag in Köln der dpa. Anfang des Jahres hatte Ford in der Domstadt noch 14.000 Beschäftigte. „Die Lage ist für die Beschäftigten erschütternd.“ In zwei Versammlungen berichtete der Betriebsrat am Montag den Arbeitnehmern von den Plänen und berief sich dabei auf interne Vorgaben des Managements für Ford in Europa. Die Firmenspitze äußerte sich noch nicht öffentlich dazu.

Möwen fliegen vor den Ford-Werken über dem Rhein.
US-Autobauer Ford will nach Angaben des Betriebsrats bis zu 3.200 Stellen am Standort Köln streichen. © Oliver Berg/dpa

Ford ist im Umbruch, der lange auf Verbrennungsmotoren fokussierte US-Autokonzern brachte sich erst relativ spät auf Elektrokurs. Dabei setzt die Firma auch künftig auf den Kölner Standort, der mit Milliardeninvestitionen für die Fertigung neuer Elektromodelle umgebaut wird. Die jetzigen Personalpläne begründet das Management laut IG Metall unter anderem mit einer Zentralisierung in den USA. Ford hat schon eine Umstrukturierung hinter sich, vor drei Jahren hatte das Unternehmen noch knapp 18.000 Beschäftigte in Köln. (dpa)

Volkswagen: Wolfsburger Autokonzern will laut Bericht Gehälter von Betriebsräten kürzen

Update vom 20. Januar, 10:15 Uhr: Als Reaktion auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes lässt Volkswagen einem Bericht zufolge die Gehälter etlicher Betriebsräte überprüfen. Es liefen bereits Gespräche über Gehaltskürzungen, berichtete das Nachrichtenportal Business Insider am Donnerstag unter Berufung auf Betroffene. Demnach hat VW eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet.

Hintergrund ist dem Bericht zufolge eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes, der in der vergangenen Woche Freisprüche für vier VW-Personalmanager im Streit über die Höhe von Gehältern und Boni für einflussreiche Betriebsräte aufgehoben hatte. In dem Verfahren ging es um Bezüge, die mehrere leitende VW-Betriebsräte zwischen 2011 und 2016 bekamen. Die gezahlten Boni für die Arbeitnehmervertreter bewegten sich zwischen 80 000 und 560 000 Euro im Jahr.

Das Verwaltungshochhaus von VW steht unter einem Wolkenhimmel.
Der VW-Konzern will einem Bericht zufolge die Gehälter der Betriebsratsmitglieder kürzen. © Melissa Erichsen/dpa

Die Staatsanwaltschaft bewertete die Bewilligung der Gehälter als Untreue, weil VW Gewinn entgangen und so auch die Zahlung von Steuern vermindert worden sei. Das Landgericht Braunschweig sprach die Manager 2021 vom Vorwurf der Untreue zunächst frei. Nach der Entscheidung der BGH-Richter muss sich das Landgericht erneut mit dem Fall befassen.

VW kommentierte den Bericht am Donnerstagabend nicht konkret. Das Unternehmen erklärte aber, man werde das BGH-Urteil sorgfältig prüfen. Soweit darin Feststellungen zum Maßstab der Betriebsratsvergütung enthalten seien, werde sich VW an diesen orientieren. Der VW-Betriebsrat äußerte sich nicht zu dem Bericht. (dpa).

Tesla-Tweets: Anlegen werfen Elon Musk Betrug vor - Verteidiger bestreitet Vorwürfe

Update vom 19. Januar, 10:20 Uhr: Im Prozess zu einer Anlegerklage gegen Tesla-Chef Elon Musk haben Anwälte der beiden Seiten am Mittwoch die ersten Attacken ausgetauscht. In dem Verfahren geht es um Musks Tweets von August 2018 mit der überstürzten Ankündigung, er wolle die Elektroauto-Firma von der Börse nehmen und habe die Finanzierung dafür gesichert. Später stellte sich heraus, dass es keine festen Zusagen von Investoren gab.

„Elon Musk hat gelogen“, sagte ein Anwalt der Kläger. Diese Lügen hätten gewöhnliche Anleger wie seine Mandanten Millionen gekostet, argumentierte er. Es sei unbestreitbar, dass die Finanzierung in Wirklichkeit nicht gesichert gewesen sei. Und nur Musks Tweets hätten die Kursschwankungen ausgelöst, durch die Anleger Geld verloren hätten.

Musks Anwalt konterte, der Tech-Milliardär habe definitiv daran gearbeitet, Tesla von der Börse zu nehmen. Es habe auch positive Signale von Investoren gegeben. Musk habe aber beim Twittern „in der Eile die falschen Worte“ gewählt. „Es war kein Betrug, nicht einmal annähernd“, sagte er.

Ein Tesla-Auto ist auf einem Parkplatz gegenüber einem Bundesgericht geparkt.
Tesla-Chef Elon Musk steht in San Francisco vor Gericht: Ihm wird Betrug aufgrund von Tweets vorgeworfen, sein Anwalt bestreitet die Vorwürfe. © Jeff Chiu/dpa

Eine zentrale Rolle bei der Sammelklage spielt der staatliche Investitionsfonds von Saudi-Arabien, der bei dem Plan als ein zentraler Geldgeber auftreten sollte. Musks Seite behauptet, ein leitender Manager des Fonds habe in Unterhaltungen weitreichende Finanzierung in Aussicht gestellt. Die Kläger-Anwälte verweisen darauf, dass es keine Vereinbarungen dazu gab.

Der Fonds habe bei den Verhandlungen erstmals mitgeteilt, dass er einen Anteil von rund fünf Prozent an Tesla erworben habe und an weiteren Zukäufen interessiert sei, sagte Musks Anwalt. Dann sei diese Information an die Financial Times durchgesickert. Musk habe mit seinen Tweets eilig auf die Leaks reagiert und sich dabei ungeschickt ausgedrückt. Aber „das, was die Worte aus seiner eigenen Sicht bedeuteten“, sei wahr gewesen. „Seine Absichten waren aufrichtig“, sagte der Anwalt. (dpa).

Mercedes-Benz wechselt AMG-Chef aus - Philipp Schiemer geht, Michael Schiebe kommt

Update vom 18. Januar, 10:15 Uhr: Mercedes-Benz nimmt einen Wechsel an der Spitze von Mercedes-AMG vor. Wie der Stuttgarter Autokonzern in einer Pressemitteilung verkündete, wird Mercedes-AMG-Chef Philipp Schiemer die Tuning-Tochter aus Affalterbach zum 31. März 2023 verlassen und fortan die Funktion Top End Kunden und Community Management bei der Kernmarke Mercedes-Benz aufbauen. Nachfolger von Schiemer als CEO von AMG wird Michael Schiebe, derzeit Chief of Staff to the Chairman of the Board of Management & Leiter des Corporate Office. Er soll künftig direkt an Mercedes-CTO Markus Schäfer berichten.

Stefan Geyer, AMG Operations, Philipp Schiemer, CEO und Michael Knöller, AMG Marketing & Sales  (von links nach rechts) bei der Einweihung einer neuen Auslieferungshalle in Affalterbach.
Wechsel an der Spitze von Mercedes-AMG: Philipp Schiemer (Mitte) wird die Tuningtochter zum 1. April 2023 verlassen. © Mercedes-Benz AG - Global Communication

Tesla: Kritik an Arbeitsbedingungen in Giga Berlin-Brandenburg - IG Metall besorgt

Update vom 13. Januar, 10:15 Uhr: Die IG Metall ist besorgt über die Arbeitsbedingungen beim E-Autobauer Tesla in Grünheide bei Berlin. Beschäftigte berichteten der Gewerkschaft von Unmut über belastende Schichtsysteme, häufige Mehrarbeit an Wochenenden, eine sehr hohe Arbeitsbelastung insgesamt und zu wenig Personal, sagte Irene Schulz, Bezirksleiterin der IG Metall für Berlin, Brandenburg und Sachsen, am Donnerstag in Berlin.

Fahrzeuge fahren am frühen Morgen auf einem Parkplatz vor dem Werk des US-Elektroautobauers Tesla.
Die Gewerkschaft IG Metall sorgt sich um die Mitarbeiter der Tesla-Fabrik bei Berlin. Berichte decken immer wieder mangelnde Sicherheitsvorkehrungen auf. © Patrick Pleul/dpa

Die Beschäftigten müssten mit dem Arbeitsvertrag eine Geheimhaltungserklärung unterzeichnen, auf die im Unternehmensalltag auch immer wieder hingewiesen werde. Sie seien dadurch verunsichert, ob sie mit der Gewerkschaft überhaupt über die Arbeitsverträge sprechen dürften. „Dass überhaupt solche Fragen gestellt werden, das kennen wir aus anderen Unternehmen so in der Form und in der Häufigkeit nicht“, sagte Schulz. Tesla äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Die Bezirksleiterin der Gewerkschaft berichtete zudem von einer Stellenausschreibung für einen Security Intelligence Investigator, die im Unternehmen für viele Fragen sorge. „Sie führen sowohl proaktive als auch reaktive Ermittlungen durch und gehen aktiv gegen interne und externe Bedrohungen für die geschützten und vertraulichen Informationen von Tesla vor“, heißt es in der Stellenausschreibung des Unternehmens. Viele Beschäftigten fragten sich nun, was genau Inhalt dieser Ermittlungen sein soll - und ob sie womöglich selbst ins Blickfeld geraten, sagte Schulz. (dpa)

Update vom 12. Januar, 10:10 Uhr: Trotz Chipkrise und Lieferkettenproblemen hat der Sportwagenbauer Porsche 2022 etwas mehr Autos als im Vorjahr verkaufen können. Die Auslieferungen stiegen um drei Prozent auf 309.884, wie der Stuttgarter Dax-Neuling am Donnerstag mitteilte. Im wichtigsten Einzelmarkt China sank die Zahl der Verkäufe jedoch um zwei Prozent. Porsche führte das auf die Corona-Einschränkungen zurück. Und für die vollelektrische Taycan-Baureihe brach der Absatz um 16 Prozent ein - Grund seien Engpässe in den Lieferketten und eingeschränkte Verfügbarkeit von Teilen, hieß es.

Verschiedene Fahrzeugmodelle von Porsche stehen unter einer Brücke.
Porsche hat im vergangenen Jahr insgesamt 309.884 Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert. © Porsche AG

„Die vielen Herausforderungen, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, unterbrochene Lieferketten und die andauernde Halbleiterkrise, haben das vergangene Jahr geprägt und uns stark gefordert“, sagte Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Trotzdem hätten so viele Kunden wie nie einen neuen Porsche erhalten.

Im Heimatmarkt Deutschland ging es mit den Verkaufszahlen um drei Prozent nach oben. In den USA - im Vorjahr Wachstumstreiber - trat Porsche beim Absatz auf der Stelle. Zulegen konnten hingegen das restliche Europa mit einem Plus von sieben Prozent und das Vertriebsgebiet „Übersee und Wachstumsmärkte“ - zu dem unter anderem Lateinamerika, Afrika, Australien, Japan oder Korea gehören - mit einem Plus von 13 Prozent. (dpa)

Update vom 11. Januar, 10:15 Uhr: US-Unternehmen Tesla hat in seinem deutschen Produktionsstandort in Grünheide bei Berlin die Kapazitäten deutlich erhöht. Inzwischen produzieren die 8.000 Mitarbeiter wöchentlich 3.000 Modelle des Model Y und die Kapazität soll noch deutlich weiter erhöht werden. Die Fabrik in Brandenburg ist auf eine jährliche E-Auto-Produktion von 500.000 ausgelegt und soll im finalen Ausbaustand 12.000 Arbeitsplätze bieten. Aktuell mangelt es auf dem Gelände der „Giga Berlin“ allerdings an Platz, weswegen der Autobauer tausende fertig produzierte Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Berliner Flughafens BER zwischen parkt.

Wie efahrer.chip.de berichtet, ist das Terminal 5 des BER, das ursprünglich zum Flughafen Berlin-Schönefeld gehörte, nicht im Betrieb. Dementsprechend stehen auch die groß angelegten Parkflächen für die Besucher des Airports leer, die Tesla für die Zwischenlagerung seiner E-Auto-Modelle angemietet hat.

Update vom 10. Januar, 10:02 Uhr: Kanzler Olaf Scholz lädt für Dienstag (14.00 Uhr) zu einem Spitzengespräch zur Zukunft der Autobranche ins Kanzleramt. Am ersten Gespräch der sogenannten Strategieplattform „Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft“ sollen Vertreter von Wirtschaft, Arbeitnehmern, Wissenschaft, Ländern und Kommunen teilnehmen. Es dürfte vor allem um einen Meinungsaustausch gehen.

Im Mittelpunkt steht laut Bundesregierung das Ziel der Klimaneutralität und gleichzeitig der Erhalt von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland. Klimaneutralität bedeutet, dass nur so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie auch wieder gebunden werden können. Deutschland will dieses Ziel bis 2045 erreichen .Neben Scholz sollen für die Bundesregierung Wirtschaftsminister Robert Habeck, Umweltministerin Steffi Lemke, Finanzminister Christian Lindner, Verkehrsminister Volker Wissing und Arbeitsminister Hubertus Heil teilnehmen.

Erwartet werden auch die Chefs der Autokonzerne Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW, Ola Källenius, Oliver Blume und Oliver Zipse. Auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil als derzeitiger Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz soll dabei sein. Dazu sind Vertreter von Zulieferern und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann geladen. (dpa)

Update vom 9. Januar, 10:10 Uhr: Autokonzern Mercedes-Benz will ein eigenes Ladenetz für E-Autos aufbauen. Geplant seien mehr als 10.000 Schnellladepunkte an 2.000 Standorten in Nordamerika, China oder Europa bis Endes des Jahrzehnts, teilten die Stuttgarter am Donnerstag mit. Erste Ladeparks in Nordamerika sollen bereits im Laufe des Jahres gebaut werden. Sie sollen nicht nur von Mercedes-Fahrern nutzbar sein, sondern allen Marken offen stehen. „Wir wollen nicht zusehen und abwarten, bis es gebaut ist. Daher errichten wir selbst ein globales Schnellladenetzwerk“, sagte Mercedes-Chef Ola Källenius. Dafür wolle das Unternehmen einen einstelligen Milliardenbetrag in die Hand nehmen.

Ein Ladekabel wird an den Mercedes-Benz EQC gehalten.
Autokonzern Mercedes-Benz will ein eigenes Ladenetz für E-Autos aufbauen. Bis 2030 sollen weltweit 10.000 Ladesäulen entstehen. © Sina Schuldt/dpa

Allein für Nordamerika sind Investitionen von über einer Milliarde Euro geplant, etwa die Hälfte davon übernimmt der lokale Partner MN8 Energy. In den USA und Kanada sollen bis 2027 etwa 400 Ladeparks mit 2500 Steckern entstehen. Mercedes-Kunden sollen zu den Ladepunkten mit bis zu 350 Kilowatt Ladeleistung bevorzugten Zugang haben, etwa durch eine Reservierungsfunktion. Die Batterien könnten in unter einer halben Stunde geladen werden, hieß es.

Für Europa und China sei man ebenfalls in Gesprächen mit potenziellen Partnern, sagte Källenius weiter. Wann genau dort mit dem Aufbau begonnen wird und wie viele Ladepunkte auch in Deutschland entstehen sollen, teilte der Autobauer nicht mit. Mercedes-Benz will bis 2030 in der Lage sein, nur noch vollelektrisch angetriebene Autos zu verkaufen, wo immer es die Marktbedingungen zulassen. (dpa)

Update vom 5. Januar, 10:15 Uhr: Für die „Giga Berlin“ im brandenburgischen Grünheide sucht US-Autobauer Tesla offenbar spezielles Personal. Tesla sucht einen Geheimdienst-Mitarbeiter für die „Giga Berlin“ und schrieb nun auf der Seite auch einen deutschlandweiten Aufruf nach Personal mit Militärerfahrung aus. „Du hattest während deiner Dienstzeit eine Mission und hast dazu beigetragen, die Welt zu verändern?“, heißt es in der Ausschreibung. „Warum nicht auch jetzt? - Trage dazu bei dem weltweiten Übergang zur nachhaltigen Energie zu beschleunigen!  Bei Tesla ist das unsere Mission.“

Konkret will Tesla für das „Military Transition Program“ ehemalige Soldaten jeglicher Werdegänge, Ränge und Erfahrungen einstellen. Auch Militärangehörige, deren aktive Zeit bereits länger her ist, soll laut der Ausschreibung eine Möglichkeit zum Einstieg bei dem E-Autobauer ermöglicht werden. Die Tätigkeiten werden mit der Arbeit an innovativer Technologie, fortschrittlichen Tools und Software beschrieben.

Update vom 4. Januar, 10:15 Uhr: Das Auto hatte sieben Sitze, es stiegen aber 23 Menschen aus: Ein Schweizer Zöllner staunte nicht schlecht, als er bei einer Kontrolle eines Wagens an der Grenze zu Deutschland bei Weil am Rhein 9 Erwachsene und 14 Kinder in dem Fahrzeug zählte. Die Großfamilie wollte nach Bern reisen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Der in der Schweiz wohnhafte Fahrer müsse nun mit einem Bußgeld rechnen, da er mehrere Menschen ohne ausreichende Sicherung befördert habe. Nach Abschluss der Kontrolle durfte die Familie am Montag in die Schweiz einreisen - allerdings nicht mehr alle zusammen in einem Auto, wie ein Polizeisprecher betonte. (dpa)

Update vom 3. Januar, 17:00 Uhr: Sicherheitsforscher aus den USA haben Schwachstellen mehrerer namhafter Autohersteller aufgedeckt. Laut einem aktuellen Bericht von golem.de konnte das Team durch Hacks der API-Endpunkte der Telemetriesysteme Funktionen der Autos übernehmen und steuern. In einer internen Chatgruppe machten sie sich daraufhin an die Arbeit, entsprechende Schwachstellen und Sicherheitslücken bei namhaften Herstellern wie Mercedes-Benz, BMW, Porsche, Janguar, Ford, Hyundai, Honda, Kia und Ferrari aufzudecken und waren dabei durchaus erfolgreich.

Durch die Hacks hatte das Team aus Sicherheitsforschern unterschiedliche Möglichkeiten von der Steuerung von Automodellen, bis zur Einsicht von Kundendaten. „Mit unseren Zugriffsrechten hätten wir eine Vielzahl von Funktionen für BMW- und Rolls-Royce-Kundenkonten und Kundenfahrzeuge nutzen können. Wir brachen die Tests an diesem Punkt ab und meldeten die Sicherheitslücke“, erklärte Teamleiter Sam Curry. Für die Hersteller sollte dieser Sicherheitstest allerdings eine Warnung sein, aktuell stehen Unternehmen der Autoindustrie ohnehin im Fokus von Hackern - zuletzt etwa Zulieferer Continental oder auch Volvo.

Update vom 3. Januar, 10:35 Uhr: Tom Zhu, der bisherige Leiter der Tesla-Gigafactory in Shanghai (China) soll auch die Leitung der Fabriken in den USA und die Verkaufsgeschäfte in Nordamerika und Europa übernehmen. Das geht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge aus internen Bekanntmachungen hervor. Damit steigt der chinesische Manager zum mächtigsten Geschäftsführer bei Tesla nach CEO Elon Musk auf. Laut dem Bericht soll Tom Zhu beim E-Auto-Branchenprimus als eine Art Stellvertreter für Musk fungieren, der seit der Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter mit der Neuausrichtung des angeschlagenen Unternehmens beschäftigt ist.

Porsche betont die Achtung vor Menschenrechten im Unternehmen und auch in den Lieferketten

Update vom 3. Januar, 10:30 Uhr: Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche betont in einer Pressemitteilung die Achtung vor Menschenrechten im Unternehmen und auch in den Lieferketten. „Kein Porsche-Sportwagen entsteht ohne die Menschen, die ihn bauen und gestalten. Deshalb steht der Mensch bei Porsche im Mittelpunkt“, heißt es. Der Anspruch sei, dass die Menschenrechte sowohl bei den Konzerngesellschaften, als auch bei den Geschäftspartnern geachtet werden. „Klares Ziel ist: Unsere Produkte sollen ohne Menschenrechtsverletzungen produziert werden“, schreibt Porsche. Die Erwartungshaltung an einen Hersteller von Premiumprodukten sei zu Recht besonders groß. „Unsere Kunden wollen sich mit Porsche identifizieren können – ohne jede Einschränkung.“

Update vom 2. Januar, 16.45 Uhr: Der chinesische E-Autobauer Nio ist Opfer einer Cyber-Attacke geworden und soll mehr als zwei Millionen Dollar Lösegeld zahlen. Wie aus einem zunächst für den chinesischen Markt zugänglichen und inzwischen der Automobilwoche vorliegenden Statement von Nio hervorgeht, haben die unbekannten Erpresser mehrere hunderttausend Kundendaten des Autoherstellers erbeutet und drohen mit der Weitergabe. Um das zu verhindern, soll das Unternehmen umgerechnet 2,25 Millionen US-Dollar in Bitcoins zahlen. Die Mitteilung der Hacker ging laut dem Statement am 11. Dezember 2022 bei Nio ein.

Update vom 2. Januar, 16.40 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann befürwortet ein Tempolimit in Deutschland – warnt aber zugleich davor, dessen Wirkung zu überschätzen. Deutschland sei nur für zwei Prozent der weltweiten klimaschädlichen Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich, sagte der Grünen-Politiker dem Tagesspiegel. „Ob wir ein Tempolimit umsetzen oder nicht, ist für den internationalen Kampf gegen den Klimawandel völlig irrelevant – auch wenn ich persönlich schon immer ein Befürworter des Tempolimits war.“ Weiter sagte er: „Der Glaube, dass wir mit dem radikalsten Klimaschutz die Welt retten können, ist trügerisch“ (dpa).

Erstmeldung vom 2. Januar 2023: Autos sind für die meisten Menschen das bevorzugte – oder oftmals auch das einzig mögliche – Fortbewegungsmittel. Im Jahr 2015 gab es weltweit rund 1,3 Milliarden Autos, im Jahr 2022 in Deutschland allein 48 Millionen. Mit dem Siegeszug der E-Autos ist auch die Anzahl an Automarken deutlich angestiegen, altgediente Marken rüsten um und neue Start-ups versuchen sich am eigenen Weg in die Zukunft der Mobilität. Weltweit gibt es zum aktuellen Stand rund 110 Automarken – darunter deutsche Traditionsmarken wie Mercedes-Benz oder Porsche und auch neuere wie Tesla oder Nio.

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