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2022 ist teuerstes Tankjahr aller Zeiten - selbst, wenn ab jetzt Benzin und Diesel verschenkt werden würde

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Ein Autofahrer tankt seinen Wagen an einer Tankstelle.
Tanken in Deutschland wird wieder teurer – ist Benzin in den Niederlanden günstiger? © Wolfgang Maria Weber/Imago

2022 ist das teuerste Tankjahr aller Zeiten. Das steht schon knapp zwei Monate vor seinem Ende auch rechnerisch fest - selbst wenn für den Rest des Jahres Benzin und Diesel verschenkt würden.

München (dpa) - 2022 ist das teuerste Tankjahr aller Zeiten. Das steht schon knapp zwei Monate vor seinem Ende auch rechnerisch fest - selbst wenn für den Rest des Jahres Benzin und Diesel verschenkt würden, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Bei Superbenzin der Sorte E10 wurde diese Grenze mit dem Samstag überschritten, bei Diesel war sie sogar schon vor einem Monat gefallen.

Im bisherigen Rekordjahr 2012 hatte E10 im Schnitt 1,589 Euro pro Liter gekostet, Diesel 1,478 Euro. Im laufenden Jahr gab es noch keinen einzigen Tag, an dem auch nur eine der Sorten im bundesweiten Durchschnitt billiger gewesen wäre. Und sollten die Spritpreise bis zum Jahresende auf den zuletzt ermittelten Niveaus bleiben, werden beide Rekorde geradezu pulverisiert werden. Bei E10 stünde dann ein Jahresdurchschnitt um 1,88 Euro - rund 29 Cent über dem alten Rekord. Bei Diesel ergäbe sich ein Wert von rund 1,98 Euro pro Liter - ganze 50 Cent mehr als der bisherige Rekord.

Wie stark die hohen Spritpreise Autofahrer belasten, hängt davon ab, wie viel ihr Fahrzeug verbraucht und wie viel sie fahren. Doch geht man von den genannten hochgerechneten Preisen für das Gesamtjahr aus, zieht typische Fahrzeuge und Fahrleistungen heran und vergleicht mit den Durchschnittspreisen der zehn Jahre davor, sind es Hunderte Euro: Bei einem Diesel mit einer Jahresfahrleistung von 20 000 Kilometern und einem Verbrauch von 6 Litern auf 100 Kilometern steigen die Kosten um rund 860 Euro im Jahr. Benziner legen in der Regel kürzere Strecken zurück, verbrauchen aber mehr. Setzt man hier typische 10 500 Kilometer und 7,5 Liter auf 100 Kilometer an, liegen die Mehrkosten bei rund 360 Euro.

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